ZF startet eigene ZF SupplierAcademy

ZF baut seine Lieferantenentwicklung weiter aus. Die „ZF SupplierAcademy“ bietet Lieferanten des internationalen Automobilzulieferers ab sofort die Möglichkeit, wichtige Abläufe und Standards des ZF-Konzerns von Beginn an kennenzulernen und die Prozesse gemeinsam darauf auszurichten. Dazu hat die „ZF SupplierAcademy“ ein dreistufiges Programm erarbeitet, das von Impulstagen über Fach- und Methodenschulungen bis hin zu projektspezifischen Trainings reicht. Das Angebot, das auf Dauer angelegt und eng mit den Fachbereichen der ZF-Divisionen verzahnt ist, ist vorerst auf deutsche Lieferanten fokussiert. In den kommenden Jahren wird das Angebot auch internationalisiert.

„Die „ZF SupplierAcademy“ hat das Ziel, die Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten zu steigern und auf diese Weise einen Beitrag zu unserer eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu leisten“, so Dr. Stefan Sommer, Vorstand für Materialwirtschaft der ZF Friedrichshafen AG. Heute schon liegt der Wertschöpfungsanteil von Lieferanten an ZF-Produkten im Durchschnitt bei 60 Prozent. Um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, benötigen Unternehmen neben der eigenen Kompetenz und der technischen Innovationskraft auch Kenntnisse über die spezifischen Anforderungen von ZF. Dazu zählen detaillierte Einblicke in das ZF Production System und seine Qualitätsanforderungen, aber auch allgemeine Erwartungen des Konzerns an Methodenkenntnisse, Risikomanagement und Nachhaltigkeitsphilosophie seiner Lieferanten. Dieses Wissen vor allem an kleinere und mittelständische Unternehmen schnell und strukturiert zu vermitteln, ist das Ziel der „ZF SupplierAcademy“.

Dabei steht hohe Praxisrelevanz im Vordergrund. Die sehr praxisnahen Schulungsinhalte decken unter anderem die relevanten Fachdisziplinen Einkauf, Logistik und Qualität ab. Weitere Fachdisziplinen wie ZF Production System sowie Forschung & Entwicklung folgen.

Drei Level für langfristige Zusammenarbeit
Das dreistufige Programm der „ZF SupplierAcademy“ beginnt mit dem „Primary Level”. Dieser Einstieg besteht aus zweitägigen ZF Impulstagen, die für neue ZF-Lieferanten künftig obligatorisch sind. Erfahrene Spezialisten von ZF vermitteln Vertretern der angehenden Lieferunternehmen die Besonderheiten des Konzerns mit seinen vier Divisionen.

Mit dem „Secondary Level“ bietet die „ZF SupplierAcademy“ Fach- und Methodenschulungen an. Sie richten sich an bestehende Lieferanten, die sich zu bestimmten Themen weiterbilden möchten oder die aufgrund der crossfunktionalen Lieferantenbeurteilung auffällig sind. Diese Schulungen zeigen konkrete Möglichkeiten auf, die Prozesse zwischen ZF und Lieferanten zu harmonisieren und auf diese Weise effizienter sowie letztlich auch kostengünstiger zu gestalten. ZF unterstützt beispielsweise bei Zoll- und Außenwirtschaftsregelungen oder gibt konkrete Anleitung für eine möglichst schlanke Erstbemusterung von Zulieferteilen.

Beim „Top Level“ werden Probleme, die bei Fachschulungen und Methodenschulungen erkannt wurden, in praxisnahen Projekten bei den Lieferanten vor Ort grundlegend analysiert und behandelt. Dieses Angebot entspricht bereits bestehenden Maßnahmen der ZF-Lieferantentwicklung.

Keine Einbahnstraße
„Die ‚ZF SupplierAcademy‘ stärkt die Lieferanten in der Zusammenarbeit mit dem ZF-Konzern und macht Abläufe gegenseitig transparent. Das hilft bei der proaktiven Fehlervermeidung und beim partnerschaftlichen Umgang miteinander“, so ZF-Einkaufschef Dr. Stefan Sommer. Diesem Anspruch folgend wird die „ZF SupplierAcademy“ auch Eindrücke und Anregungen der Lieferunternehmen aufnehmen und sich so zu einer zusätzlichen wichtigen Plattform für die kontinuierliche Kommunikation und Problemlösung zwischen ZF und seinen Lieferanten etablieren.

Der Start der „ZF SupplierAcademy“ ist ein wichtiger Meilenstein im aktuellen ZF-Aktionsjahr, dem „Jahr des Lieferanten“. In dessen Verlauf stand bereits der Austausch zu Technik- und Innovationsthemen bei Tech Days und Inhouse-Messen auf dem Programm. Zum Jahresende verleiht ZF erstmals den „ZF Global Supplier Award“.