Vernetzter Öltank meldet Füllstand an Lieferanten

Hinter einer kontinuierlichen Befüllung der Öl-Tanks steht eine komplexe Lieferlogistik. Die Logistiker sind auf regelmäßige Informationen zum Füllstand angewiesen. Bisher beruhten die Informationen auf Annahmen und Rückschlüsse zum Verbraucherverhalten. Insbesondere die Besitzer von Einfamilienhäusern mit eigenem Öl-Tank kennen den Aufwand, zum richtigen Zeitpunkt Brennstoff zur Verfügung zu haben. Dabei wirken sich nicht nur jahreszeitlich bedingte Preisschwankungen auf die Nachfüll-Entscheidung aus. Voraussetzung für einen gefüllten Öltank ist die aktuelle Kenntnis über dessen Füllstand.

Heizölversorger und Hausverwaltungen haben gemeinsames Interesse
Heizölversorger und Hausverwaltungen ebenso wie Direktabnehmer haben dabei ein gemeinsames Interesse: Den optimalen Füllstand in jeder Verbrauchssituation und mit einer effektiven Lieferlogistik erreichen.

Fernauslese von Füllstandsmessgeräten
Grundlage dafür sind intelligente Füllstandsmessgeräte. Über das Internet der Dinge liefern die Geräte selbstständig und in Echtzeit verschiedene Parameter der Tanküberwachung an das Dashboard oder die App von Versorger und Nutzer. Hierüber lassen sich permanent Füllstandskontrollen, grenzwertbasierte Alarmierungen oder Trendanalysen (Stepping) realisieren oder das Leerlaufen von Tanks vermeiden. Außerdem reagiert das System frühzeitig auf Preisschwankungen und mit entsprechenden Kaufempfehlungen.

Die WIKON-Oilboxen sind mit IoT-SIM-Karte ausgestattet und nutzen das Mobilfunknetz von Vodafone. Zukünftig steht der Lösung mit Narrowband-IoT von Vodafone ein Netz zur Verfügung, das fast ausschließlich der Maschinenkommunikation vorbehalten ist.

Fadenzuganzeiger oder Tauchsonde senden selbstständig SMS
Herkömmliche Systeme erfordern derzeit einen hohen Wartungs- und Ausleseaufwand. Zukünftig ist es möglich, via SMS jederzeit Informationen zum Füllzustand der Tanks zu erhalten. Die Nachricht wird als High-Security-SMS verschickt, ihr Inhalt in einer Cloud gespeichert und in Leitsysteme exportiert. Gleichzeitig erscheinen die Informationen zum Tankinhalt- und Zustand in der sogenannten OilMO-App oder auf dem Dashboard von Versorger und Verbraucher.

Datenanalyse führt zu ökonomischen Liefer-Routen und zu reduziertem CO2-Ausstoß
Bislang werden Kunden direkt nach einer Bestellung oder nach vorgegebener Liefer-Routine beliefert. Dank der vernetzten Öl-Tanks wird die Lieferlogistik jetzt individuell auf konkrete Bedarfe und Nutzerverhalten angepasst. Das wirkt sich positiv auf Lieferlogistiken aus und reduziert langfristig den CO2-Ausstoß von Lieferfahrzeugen.