Umfrageergebnis: Rohstoffpreisabsicherung

In einer Blitzumfrage hatte die Kloepfel Consulting GmbH die Einkäufer mittelständischer Unternehmen befragt, wie diese auf die hohen Rohstoffpreise reagieren. Hier die Zusam-menfassung der Ergebnisse: Die steigenden Rohstoffpreise nehmen einen erheblichen Einfluss auf die Kosten im Einkauf. 91% der Teilnehmer sehen dieses als ein erhebliches Problem an. Dennoch haben 54 % der Befragten keine schriftlich festgelegte Risiko-management-Strategie.

91% der Teilnehmer antworten auf die Frage, welchen Einfluss Rohstoffpreise auf Ihre Kosten einnehmen, dass die Rohstoffpreise einen großen Einfluss auf ihre Kosten einnehmen. Trotz diesem Einfluss gibt es in der Mehrheit (54%) der Unternehmen keine schriftliche Risikomanagement-Strategie. 46% der Unternehmen geben an, dass es ein solches Dokument in ihrem Unternehmen gibt. Als Basis ihrer Risikoinstrumente nutzen 70% der Teilnehmer Eigenentwicklungen. 63% der Befragten nutzen für ihre Risiko-instrumente Marktdaten, 15% der Unternehmen greifen auf externe Anbieter zurück. 20% nutzen sonstige Instrumente. Zwei Drittel der Teilnehmer geben an, dass ihr Unternehmen Rohstoffrisiken vorbeugt.

Instrumente der Rohstoffpreisabsicherung
Etwa die Hälfte der Unternehmen (51%) nutzt die offene Kalkulation als Instrument der Rohstoffpreisabsicherung, 27% verwenden Hedging, 20% Natural Hedge, deren Ziel es ist Einnahmen und Ausgaben in einer gegebenen Währung zu reduzieren. Unter den Roh-stoffen, die abgesichert werden führen Metalle (51%), vor Kunststoffe (26%), Strom (25%), Gas (17%), Agrarrohstoffe (15%), Öl (9%) und chemikalische Grundstoffe. 18% geben noch weitere Rohstoffe an. Außerdem sichern 44% der Unternehmen auch Zins- und Devisen-risiken ab. Die hohen Rohstoffpreise haben mittlerweile zwei Drittel der befragten Unter-nehmen veranlasst Projekte zur Rohstoffpreisentlastung zu planen. Dabei setzen die Unternehmen vor allem auf alternative Beschaffungslösungen (64%) und Wertanalysen (53%). Dahinter folgt Hedging mit 12%.

An der Befragung haben sich 89 Einkäufer aus mittelständischen Unternehmen beteiligt.