Tagespreismanagement im Frachteinkauf

Wie gestalten Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus ihren Frachteinkauf in der Praxis? Sind Telefon, Fax und E-Mail für die Abwicklung der Transportaufträge immer noch die Mittel der Wahl oder hat inzwischen eine Umstellung auf digitale Prozesse stattgefunden? Und welche Relevanz haben eigentlich Compliance-Richtlinien? Die unabhängige Logistik- und Organisationsberatung PROLOG-TEAM hat im Auftrag von CONLOXX, Experte für digitale Prozesse in der Transportlogistik, ausgewählte mittelständische Maschinen- und Anlagenbauunternehmen zu ihrem Tagespreismanagement im Frachteinkauf befragt – mit überraschenden Ergebnissen.

Die Maschinen- und Anlagenbaubranche boomt. Die hohe Nachfrage setzt die Unternehmen zunehmend unter Druck: Die Produkte müssen schnell, zuverlässig und auf einem hohen Qualitätsniveau zum Kunden transportiert werden. Darüber hinaus gilt es, bei der Transport-vergabe Compliance-Richtlinien und das Gebot der Revisionssicherheit zu befolgen. Der Frachteinkauf wird daher zu einer großen Herausforderung, da er mit einem Höchstmaß an Effizienz erfolgen muss.

Die Realität sieht bei vielen Unternehmen jedoch ganz anders aus. Etwa 70 Prozent der Umfrageteilnehmer setzen immer noch auf Telefon, Fax und E-Mail als Kommunikations-mittel. Nur ein Fünftel nutzt eine spezielle Software für den Frachteinkauf.

„Klassische Kommunikationsmittel wie Telefon, Fax oder E-Mail gewährleisten keine rechtssichere Abwicklung. Das hat zur Folge, dass in den Unternehmen intransparente Transporteinkaufsprozesse und Auftragsvergaben entstehen. Dadurch werden eine missverständliche Kommunikation mit den Speditionen und fehlerhafte Transport-abwicklungen wahrscheinlicher“, erklärt Thomas Selbach, Geschäftsführer von CONLOXX.

Und das, obwohl ebenfalls 70 Prozent der Befragten angeben, Compliance und Revisions-sicherheit seien wichtige Aspekte ihres Frachteinkaufs. Und das ist bei weitem nicht der einzige Haken: Die herkömmlichen Methoden sind extrem zeitaufwendig. So vergehen bei rund 27 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer von der Transportanfrage bis zur -vergabe mehr als 30 Minuten.

„Der Standardwert liegt zwischen 5 und 10 Minuten. Bei einem Großteil der Unternehmen müssen die Prozesse neu strukturiert werden, weil die Prozesskosten und die Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern viel zu hoch sind“, erläutert Martin Stoll, Geschäftsführer PROLOG-TEAM.

Zum Vergleich: Eine Frachtsoftware generiert mit nur einer einmaligen Eingabe in wenigen Minuten Angebote von bis zu neun Transporteuren. Martin Stoll rät den Unternehmen deshalb dazu, nicht länger wertvolles Potenzial zu verschenken: „Die Implementierung eines Frachtvergabesystems für Tagespreise sollte vorurteilsfrei unter die Lupe genommen und die internen Prozesse auf die genannten Verbesserungspotenziale hin überprüft werden.“