Sicherer Wechsel von ISDN auf VoID

Die Umstellung der Deutschen Telekom von ISDN auf Voice over IP (VoIP) bis Ende 2018 soll schnelleres Internet und verbesserte Sprachqualität bringen. Mit dieser Ankündigung setzte 2014 die Entwicklung von ISDN zum Auslaufmodell ein, sodass sich weder Technik noch Fachwissen entsprechend weiterentwickeln. Trotzdem zögern Entscheider bis heute, den unausweichlichen Schritt vom analogen Festnetz zur digitalen IP-Übertragungstechnik anzutreten. Dabei sollten sie besser zeitnah entsprechende Maßnahmen ergreifen, um sich auf die Umstellung vorzubereiten und gegenüber der Konkurrenz nicht im Nachteil zu sein.

Außerdem empfiehlt Michael Voss, Geschäftsführer der GFT Voss mbH für den reibungs-losen Technikwechsel sich vorab die Bereitstellung und Inbetriebnahme einer VoIP-Kommunikationsleitung durch einen zweiten Anbieter, weil die telefonische Erreichbarkeit dann garantiert bleibt. Da sich die Mehrzahl der Telefonanlagen hierfür eignet, lässt sich so das digitale Telefonieren mit dem neuen Netzbetreiber vorab testen. Im kritischen Moment der letztendlichen kompletten Umstellung der Anlage auf VoIP besteht so in jedem Fall die Möglichkeit, den externen Kontakt zu Kunden aufrechtzuerhalten. Sollte eine Störung in der Erreichbarkeit vorliegen, lässt sich eine Rufumleitung auf den Carrier schalten, der bereits an die Anlage angeschlossen ist. Gerade in großen Betrieben können kurzzeitige Ausfälle wirtschaftliche Schäden nach sich ziehen und die internen Arbeitsprozesse stören. Denn was viele nicht wissen: Ein Standardvertrag von Telefon- und Internetanbieter garantiert meist nur eine Abdeckungsrate von 98 Prozent. Somit führt ein Ausfall von zwei Prozent, was immerhin 7,3 Tagen im Jahr entspricht, nicht automatisch zu einem Schadensersatzanspruch und das Unternehmen trägt möglicherweise die Kosten für den Offlinebetrieb.

Ein Wechsel von ISDN auf VoIP geht mit komplizierten Abläufen einher, die grundsätzlich ein Fehlerpotenzial bergen, denn sowohl der Netzabschluss im Gebäude des Kunden als auch der Hauptverteiler auf der Straße erfahren eine technische Neuausrichtung. Zum Wechsel gehört im Regelfall auch das Portieren der alten Nummern auf das neue System. Diese weitreichende Umstellung gibt Anlass, neben den technischen auch über langfristige vertragliche Optimierungen nachzudenken. Oftmals benötigen Unternehmen nur einen Teil der im Anbietervertrag aufgeführten Leistungen, sodass dieser nun mithilfe eines Experten auf die individuellen unternehmerischen Bedürfnisse angepasst werden kann. Doch egal wie lange Entscheider es hinauszögern und welche Maßnahmen sie ergreifen – der Wechsel zu VoIP findet definitiv statt. Unternehmen, die sich nun vor dem Absprung von ISDN absichern möchten, spannen mit der Zuschaltung eines zweiten Anbieters den nötigen Rettungsschirm auf.