Richtlinie VDI 2692 grenzt Shuttle-Technologie ab

Neben den klassischen Automatischen Kleinteilelagern (AKL) mit Regalbediengerät (RBG) drängen in den letzten Jahren vermehrt sogenannte Shuttle-Systeme in den Markt, die für leichte Stückgüter wie beispielsweise Behälter, Schachteln oder Trays zur Lagerung und zusätzlich auch zum Transport außerhalb des eigentlichen Lagerbereiches eingesetzt werden. Die neue Richtlinie VDI 2692 grenzt das Leistungsvermögen dieser Shuttle-Technologie gegenüber anderen Systemen ab und beschreibt wichtige Kriterien wie Leistungsparameter und Materialdurchsatz für die Systemauswahl. Anhand von Rechen-beispielen und Formeln erhalten Anwender mit der Richtlinie die Möglichkeit, für indivi-duelle Anwendungsfälle ein Shuttle-System auszulegen.

Shuttle-System-Lösungen werden zur Versorgung von Kommissionier-Bereichen nach dem Prinzip ‚Ware-zur-Person‘ und zur Kleinteillagerung verwendet, sowohl als hoch-dynamische Puffer aber auch für zugriffsschwache Anwendungen. Wesentliches Merkmal der Technologie ist die weitgehende Trennung von Horizontal- und Vertikal-Transport. Üblicherweise übernehmen die Shuttle-Fahrzeuge den Horizontaltransport und die Lastaufnahme und –abgabe im Regal, während der Vertikaltransport über Lifte realisiert wird. Im Zuge der rasanten Entwicklung haben sich innerhalb weniger Jahre unterschied-liche System-, Fahrzeug-, Energie- und Antriebskonzepte entwickelt, die eine gesamtheit-liche Betrachtung zur Bestimmung des für einen konkreten Einsatzfall richtigen Konzepts erfordern. Die neue VDI 2692 hilft nun, diese Lücke im Richtlinienwerk zu schließen.

Herausgeber der Richtlinie VDI 2692 „Shuttle-Systeme zur Kleinteilelagerung“ ist die VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL). Die Richtlinie ist ab November als Entwurf zum Preis von EUR 57,80 beim Beuth Verlag in Berlin (+49 30 2601-2260) erhältlich. Die Einspruchsfrist unter www.vdi.de/einspruchsportal endet ab 30. April 2014.