RENEXPO: Dienstleistungsbereich verdoppelt sich

Stetig steigende Energiepreise bewegen Immobilienbesitzer dazu, Energieeffizienz-maßnahmen stärker in Erwägung zu ziehen. Energiedienstleister als kompetente Ansprechpartner und Berater gewinnen im Zuge dieser Entwicklung mehr und mehr an Bedeutung. Dies schlägt sich an der wachsenden Zahl der Dienstleistungsfirmen nieder. Auf der 14. internationalen RENEXPO präsentieren sich vom 26. bis 29. September 2013 in Augsburg mit 45 Ausstellern mehr als doppelt so viele Dienstleistungsunternehmen wie im Vorjahr.

Energiedienstleistungen sind nicht nur wichtig für den Geldbeutel, sondern auch für den Klimaschutz. Denn: Energiedienstleistung bedeutet Energieeinsparung – durch innovative Ideen tragen Energiedienstleister dazu bei, Effizienzpotenziale zu erschließen und Ver-besserungsmöglichkeiten zu definieren. Eine Energiedienstleistung muss in jedem Fall vertraglich festgesetzt und messbar sein, um die Effizienz einer Technologie oder Maß-nahme feststellen zu können. Die Bundesregierung definiert in §3 des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) die Energie-einsparziele folgendermaßen: Die Effizienz der Energienutzung des Endverbrauchers in Deutschland soll kostenwirksam gesteigert werden. Dazu legt die Bundesregierung eine Energieeinsparrichtweite fest, die als Einsparziel dienen soll. „Die Aussteller auf der RENEXPO legen großen Wert darauf, Verbraucher über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen aufzuklären“, teilt Diana Schäfer, Projektleiterin beim Messeveranstalter REECO GmbH, mit.

Heizungstechnik muss nachvollziehbar sein
„Die Heizungsindustrie ist extrem undurchsichtig und hat es seit vielen Jahren geschafft, den Endkunden im Dunkeln zu lassen“, macht Martin Sandler, Geschäftsführer der Energie für Gebäude KG (EFG), seinen Standpunkt klar. Deswegen hat das Unternehmen sich etwas Einzigartiges überlegt: Die EFG bietet Interessierten die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Heizungstechnik zu werfen und die Hintergründe anhand eines Vortrags und einer ThermoProof-Praxisvorführung selbst zu durchschauen. „Im Vortrag werden die häufigsten Fragen, die die Besucher mit sich bringen, erklärt und beantwortet“, so Sandler. Daraufhin demonstriert die EFG ihr patentiertes „SpeedPower2“ Heizsystem live vor laufender Wärmebildkamera. Der Besucher kann mit eigenen Augen verfolgen, wie präzise sich die Schichtung im Speicher aufbaut und wie schon nach wenigen Minuten das erste heiße Wasser aus dem Wasserhahn gezapft werden kann. Anfassen sei erlaubt, um den Leuten zu zeigen, dass alles wie versprochen und reibungslos funktioniert. Damit bietet die EFG in der Heizungsbranche, in der laut Martin Sandler viel zu wenig Transparenz herrscht, dem Endkunden eine neue Möglichkeit, sich zu informieren. Wichtig sei, so Sandler, dass sich der Endkunde selbst von der Funktion eines Heizsystems überzeugen kann und dabei nicht allein auf Verkaufsbroschüren angewiesen ist.