Razzia bei Autozulieferern

Die EU-Kommission wirft mehreren Herstellern von Kugellagern unfaire Geschäftspraktiken vor. Fahnder nahmen sich europaweit Firmen vor, die Autohersteller und andere Industrie-unternehmen beliefern. Das teilte Europas oberste Wettbewerbsbehörde in Brüssel mit. Namen nannte die Kommission nicht. Die Unternehmen werden verdächtigt, untereinander Preise abgesprochen und Märkte aufgeteilt zu haben.

Der schwedische Produzent SKF bestätigte, dass EU-Inspektoren die Werke in Göteborg in Westschweden und im fränkischen Schweinfurt aufgesucht hätten. Auch der deutsche Hersteller Schaeffler bestätigte die Durchsuchungen.

Falls die EU-Wettbewerbshüter ein förmliches Kartellverfahren eröffnen sollten, drohen den beteiligten Unternehmen Bußgelder von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Preis- und Marktabsprachen zum Schaden von Verbrauchern und Kunden sind in der EU streng verboten. Die Durchsuchungen seien ein erster Schritt und sagten noch nichts über die tatsächliche Schuld der Unternehmen aus, betonte die EU-Behörde.