Rasanter Anstieg der Großhandelspreise

Die Verkaufspreise im Großhandel waren im Februar 2017 um 5,0 % höher als im Februar 2016. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war dies die höchste Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat seit August 2011 (+ 5,0 % gegenüber August 2010). Im Januar 2017 hatte die Jahresveränderungsrate bei + 4,0 % und im Dezember 2016 bei + 2,8 % gelegen. Die auf Großhandelsebene verkauften Waren verteuerten sich im Februar 2017 gegenüber Januar 2017 um 0,5 %.

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung hatte im Februar 2017 die Preissteigerung im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen um 20,7 % gegenüber Februar 2016. Einen höheren Anstieg gegenüber dem Vorjahr hatte es hier zuletzt im Mai 2010 gegeben (+ 21,3 %). Auch die Preissteigerungen im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug (+ 14,2 %) sowie mit Altmaterial und Reststoffen (+ 32,0 %) spielten eine große Rolle für die Gesamtentwicklung.

Hohe Preisveränderungen gegenüber dem Vorjahr gab es außerdem im Großhandel mit lebenden Tieren (+ 14,9 %) sowie mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten (+ 5,5 %). Auch für die meisten Gebrauchs- und Verbrauchsgüter stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahr, insgesamt um 0,7 %. Dagegen waren elektronische Bauteile und Telekommunikationsgeräte um 1,8 % billiger als im Februar 2016.

Die wichtigsten Preisveränderungen im Januar 2017

Tabelle: Die wichtigsten Preisveränderungen im Januar 2017, Quelle: Statistisches Bundesamt