Prüfung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge

Intertek, ein führender Anbieter von Qualitäts- und Sicherheitslösungen für eine Vielzahl an Branchen weltweit, bietet an seinem Standort Kaufbeuren (Bayern) Prüfungen von kleinen und großen stationären Ladestationen im schnell wachsenden Markt der E-Mobilität an. Sowohl die Ladestation als auch die Steckereinheit des Opel Ampera und des baugleichen Chevrolet Volt – aktuell von 59 Autojournalisten aus 23 europäischen Ländern zum “Auto des Jahres 2012” gewählt – tragen die Intertek-ETL-Prüfsiegel für den europäischen und den nordamerikanischen Markt.

Im Rahmen einer Investition von mehr als 3 Mio. Euro in den Aufbau eines Testlabors für Komponenten von Elektrofahrzeugen in Kaufbeuren prüft Intertek Deutschland nun auch Ladestationen für den privaten und kommerziellen Einsatz. Kleine, einphasige Ladestati-onen kommen meist indoor, im häuslichen Umfeld zum Einsatz – z. B. in Garagen, Carports, an Kfz- oder Fahrradstellplätzen. Große, dreiphasige Ladestationen dagegen finden überwiegend outdoor als Elektro-Tankstellen in Gewerbeparks und Parkhäusern, bei Energieversorgern oder in kommunalen Einrichtungen Verwendung.

Die Dienstleistungen von Intertek ermöglichen es Entwicklern und Herstellern von Lade-geräten, ihre Produkte aus einer Hand – sowohl nach IEC/EN-Normen für den europä-ischen Raum, als auch nach UL-Normen für die USA und CSA-Normen für Kanada – prüfen zu lassen. Darüber hinaus deckt das Unternehmen mit Tests nach anerkannten Normen auf Wunsch weitere internationale Märkte ab. Intertek prüft nach IEC/EN 61851-1, IEC/EN 61851-21, IEC/EN 61851-22 IEC/EN 60335-1, IEC/EN 60335-2-29; UL2231-1, UL2231-2, UL Subject 2594, UL2202, UL 1564, UL 1998; CSA C22.2 #107.1. sowie CSA C22.2 #107.2.

Das Testlabor in Kaufbeuren nimmt darüber hinaus eine Vielzahl weiterer relevanter Untersuchungen vor. Die Prüfung von elektrischer Sicherheit und elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV) von Ladestationen steht dabei im Vordergrund. Die Konformitäts-prüfungen erfolgen nach mehreren korrespondierenden EMV-Normen (IEC/EN 61000-x) für Europa sowie FCC Part 15 für Nordamerika. Ihr Augenmerk widmen die Experten auch Umwelt-Prüfungen (IEC/EN 60068 und IEC/EN 60529). Bei sich teils überlagernden Bedingungen testen sie Auswirkungen u. a. von Temperaturwechsel, Vereisung, Schock und Vibration. Auch kundenspezifische Sonderanforderungen, z. B. Bedienbarkeit und Performance über von der Norm vorgegebene Anforderungen hinaus, bilden sie prüf-technisch ab.

Für den europäischen wie für den nordamerikanischen Markt vergibt Intertek bei Bestehen der Prüfungen auf Kundenwunsch die Intertek ETL-Prüfzeichen. In Deutschland besteht für Hersteller die Möglichkeit, ihr marktkonformes Produkt zusätzlich mit dem GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) labeln zu lassen. Das bescheinigt nicht nur die Konformität mit allen sicherheitsrelevanten Aspekten des Produkts, sondern auch die Einhaltung der chemi-schen Grenzwerte nach RoHS-Richtlinie und REACh-Verordnung.

Das moderne E-Mobilität-Prüflabor in Kaufbeuren bietet künftig Forschung & Entwicklung, Komponentenherstellern und Automobilindustrie auch alle erforderlichen Tests für Batterien/Akku-Packs, Batterie-Managementsysteme, Stecker/Steckverbindungen sowie viele weitere Elektrofahrzeug-Komponenten.

Bild: Der Chevrolet Volt – Elektromobilität im Segment Kompaktfahrzeuge Quelle: Intertek