PAK-freie Rollenserie für die Intralogistik

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Die TORWEGGE GmbH & Co. KG hat eine PAK-freie Rollenserie für die Intralogistik entwickelt und präsentiert sie auf der internationalen Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung „Motek“ in Stuttgart. Optisch sehen die Rollen der Serie STPK aus wie Standard-Vollgummiräder, sind jedoch schadstofffrei. Die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) gelten als krebserregend und ihr Vorkommen ist daher durch die EU reguliert.

Die TORWEGGE-Rollen, die zum Beispiel für die Konstruktion von Montagewagen eingesetzt werden, sind zu hundert Prozent PAK-frei. Sie verfügen außerdem über einen geringeren Rollwiderstand als Gummiräder und sind komplett spurlos sowie abriebfrei. Kunden sind bereits überzeugt vom Einsatz der umweltfreundlichen Rollen aus thermoplastischem Elastomer (TPE), deren Preis mit dem von Vollgummirädern konkurrieren kann.

„Wir wollen mittelfristig das Standard-Vollgummirad verdrängen – über Qualität, Preis und Vernunft“, sagt Nicolas Nimick, Produktdaten-Beauftragter im Team von Volker Langenscheidt bei TORWEGGE. Die neue Rollenserie STPK (Standard-Thermoplast-Kunststofffelge) sei der erste Schritt in diese Richtung. Vor dem Hintergrund der EU-Chemikalienverordnung „REACH“, die den Marktzugang für PAK-haltige Stoffe reglementiert, wollte der Hersteller aus Bielefeld 2015 ein Zeichen setzen und entwickelte die leichtlaufende, PAK-freie Rollenserie.

„Konventionelle Vollgummirollen werden häufig aus Fernost importiert und enthalten gesundheitsschädliche PAK. Wir wollen unseren Kunden eine Alternative dazu bieten, die qualitativ hochwertig ist und preislich konkurrieren kann“, sagt Nimick. Vor allem die Gesundheit von Mitarbeitern und Verbrauchern hat TORWEGGE dabei im Blick. PAK sind krebserregend, erbgutverändernd sowie reproduktionstoxisch und werden über Hautkontakt aufgenommen. „Wir wollten diese Schadstoffe daher auf ein Minimum reduzieren. Die Rollenserie besteht aus thermoplastischen Elastomeren, die sogar für die Herstellung von Spielzeugen zugelassen sind“, sagt Nimick. Ein weiteres Argument für viele Kunden: Für eine GS-Kennzeichnung von Produkten ist der Verzicht auf PAK-haltige Stoffe eine Grundvoraus-setzung.

Die Entwicklung von TORWEGGE kommt aber nicht nur der Gesundheit zugute, sondern auch der Funktionalität. „Die Rollen aus dieser Serie sind durch die spezielle Art der Fertigung leichtläufiger als Gummiräder“, erklärt Nimick. Darüber hinaus eignen sie sich für den Einsatz in Umgebungen, in denen Spurlosigkeit und Abriebfreiheit garantiert werden müssen. TORWEGGE lässt die Rollen ausschließlich in der EU produzieren, wodurch auch vergleichsweise kurze Lieferzeiten möglich sind. Außerdem können die Räder der STPK-Serie in allen RAL-Farben gefertigt werden.

Erste Kunden für die neue Serie hat TORWEGGE bereits bei mehreren Transportgeräte-herstellern gefunden, die sich von den Argumenten überzeugen lassen konnten und ausschließlich PAK-frei fertigen. Ein Modell mit Zukunft, findet Volker Langenscheidt, Leiter der Produktentwicklung: „Wer schon jetzt auf PAK-freie Komponenten achtet, hilft nicht nur die Gesundheit der Menschen zu schützen, die täglich mit diesen Materialien in Berührung kommen. Hersteller sind so auch vor weiteren Verschärfungen der europäischen Chemie-Verordnungen in Sachen PAK gefeit.“

Bild: Mit seinen PAK-freien Rädern will TORWEGGE die Vollgummirolle mittelfristig verdrängen, Foto: Torwegge