Neue Mikrostrukturtechnologien für Stahl

Ugitech erweitert seine technologischen Ressourcen in Forschung & Entwicklung. Der führende Hersteller kundenspezifischer Edelstahllösungen hat sein Forschungszentrum mit modernster 3D-Oberflächenprüftechnik ausgestattet. So wird die 360°-Messung der Oberflächengeometrie und Topographie bis in die Mikrometerebene ermöglicht. Mit der neuen Technologie trägt Ugitech den steigenden Anforderungen in der Entwicklung hochanspruchsvoller Spezialstahlprodukte Rechnung.

Ugitech, ein Unternehmen der SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe, betreibt in Ugine, Frankreich, eines der modernsten Forschungszentren der Spezialstahlbranche. Der Verkauf von neu entwickelten Stahlprodukten macht rund 20 Prozent des jährlichen Umsatzes aus. Um den steigenden Anforderungen, u.a. der Branchen Automotive, Aerospace und Medizintechnik, gerecht zu werden, investiert Ugitech kontinuierlich in seine Prüftechnologien. Das kürzlich installierte 3D-Mikroskop entspricht dem neuesten Technologiestandard – ob für die Detektion von Oberflächenfehlern, zur Messung gezogener Profile oder um die lokale Oberflächenrauheit zu prüfen. Ugitech setzt das neue System für Forschungsarbeiten sowie für Gutachtenstudien ein.

Mikrostruktur auf Nanometer-Niveau
Die neue 3D-Prüftechnik im Ugitech-Forschungszentrum ist eine hervorragende Ergänzung zu den Möglichkeiten der Raster- und Transmissionselektronenmikroskopie (TEM). Als einer der wenigen Hersteller von Edelstahl-Langprodukten nutzt Ugitech TEM, um die Mikrostruktur von Materialien im Submikrometerbereich zu untersuchen. Bei hochanspruchsvollen Anwendungen hängen die Eigenschaften von nichtrostenden Stählen und Legierungen von der Feinstruktur des Materials sowie den ausgeschiedenen Phasen im Stahl ab. Das TEM ist die Voraussetzung für die Entwicklung neuer wettbewerbsentscheidender Qualitätsstufen.

Bild: Mit dem neuen 3D-Oberflächenmesssystem identifiziert Ugitech die lokale Form von Objekten, wie beispielsweise der Rippen von rostfreiem Bewehrungsstahl; Foto: Ugitech