Mit dem Einkauf in die digitale Zukunft

Die Komplexität der globalen Beschaffung fordert ein hohes Maß an Flexibilität im industriellen Einkauf. Um auf die sich ständig verändernden Anforderungen reagieren und wettbewerbsfähig agieren zu können, müssen Maßnahmen mit einem hohen Maß an Transparenz nachgehalten werden. Das Bielefelder Start-up valuedesk hat ein interaktives Maßnahmentool entwickelt, das den industriellen Einkauf für das Zeitalter der Digitalisierung bereit machen soll. CEO Torsten R. Bendlin und sein Team ermöglichen mit der B2B-Software-as-a-Service-Lösung Einkäufern, Lieferanten sowie Beratern mit valuedesk gemeinsam effizient an Einkaufsmaßnahmen zu arbeiten. Dadurch sollen ungenutzte Kostenpotentiale im Einkauf durch das vereinte Expertenwissen aller strategischer Partner erschlossen werden.

Bendlin war selbst sieben Jahre als Chief Procurement Officer in der Nolte Gruppe verantwortlich und kennt die Schwierigkeiten des Maßnahmenmanagements im Einkauf. “Maßnahmen werden im Einkauf immer noch häufig bloß unzureichend in Excel-Lösungen oder anderen Lösungen getrackt. Dadurch entsteht das zentrale Problem: Es gibt keinen Überblick darüber, welche Maßnahmen funktionieren oder ob und wie Optimierungsmethoden greifen,” erklärt Bendlin. Aus diesem Wissen heraus gründete er im April 2017 valuedesk. Unterstützt wurden er und seine Co-Founder Ingo Roßdeutscher und Dennis Cutraro von der Founders Foundation. Sechs Monate lang wurden sie im Founders Camp auf dem Weg zur Marktreife begleitet. Anstatt das Tool hinter verschlossenen Türen zu entwickeln, nutzte Bendlin sein Netzwerk von Einkaufsleitern aus renommierten Unternehmen und baute die value.community mit Partnern wie Miele, Schüco, Boge, Nolte, der Baumann-Gruppe oder Reifenhäuser auf.

Durch die Kooperation konnten die Partner die Software aktiv mitgestalten und die Bedürfnisse des industriellen Einkaufs und mittelständischer Unternehmen direkt in die Entwicklung des Tools integrieren: Das mobil einsetzbare Tool erlaubt eine große Transparenz und trackt Maßnahmen cloudbasiert und live in einer Wissensdatenbank. Dabei werden Vorschläge umgehend erfasst und auf einen tatsächlichen Kostennutzen überprüft, um Einsparungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Mit der steigenden Transparenz und Effizienz der Maßnahmen und den wachsenden Einsparungsmöglichkeiten schärft valuedesk auch die Aufmerksamkeit für das Potential des Einkaufs in den Unternehmen. Die smarte Optik bietet dafür einen schnell erfassbaren Überblick der aktuell relevanten Maßnahmen. Effizient ist auch die Implementierung ohne zusätzliche SAP-Schnittstellen in maximal zwei Arbeitstagen abgewickelt. Nutzer können das Tool intuitiv nutzen und kommen ohne Schulung aus. Dies steigert die interne Kollaboration und erhöht damit auch die Aufmerksamkeit für den industriellen Einkauf insgesamt innerhalb des Unternehmens.

Um den Anforderungen der Industrie 4.0 auch in Zukunft gerecht zu werden, müssen Maßnahmenmanagementtools ständig weiterentwickelt werden. Deshalb lernt valuedesk durch seine Funktion als Kollaborationstool ständig dazu. Die durchgeführten Maßnahmen der Nutzer werden gespeichert und ausgewertet, um die künstliche Intelligenz SEKO zu füttern. Bendlin verspricht: “Die Transparenz, die wir mit diesem gesammelten Wissen garantieren ist ein großer Vorteil zum unübersichtlichen Maßnahmenmanagement in der Vergangenheit des Einkaufs. Wir können Unternehmen dadurch mit valuedesk bei der Digitalisierung nicht nur helfen, sondern diese entscheidend mit voranbringen.” Zukünftig soll SEKO als selbstlernende Einkaufsoptimierung automatisiert und Einsparpotentiale ermitteln.