Mehr Rohholz importiert als exportiert

Im Jahr 2010 hat Deutschland deutlich mehr Rohholz importiert als exportiert. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Weltmesse für Forst- und Holzwirtschaft LIGNA Hannover 2011 (30. Mai bis 3. Juni 2011) mit. Exporten von 3,3 Millionen Kubikmeter Rohholz im Wert von 265 Millionen Euro standen Einfuhren von 6,8 Millionen Kubikmeter Rohholz im Wert von 424 Millionen Euro gegenüber. Rund ein Fünftel der gesamten Roh-holzeinfuhren, und zwar 1,3 Millionen Kubikmeter im Wert von 87 Millionen Euro, kam aus der Tschechischen Republik.

Weitere wichtige Lieferländer waren Polen und Frankreich. Aus Polen wurden 1,2 Millionen Kubikmeter (55 Millionen Euro) Rohholz und aus Frankreich 1,1 Millionen Kubikmeter (49 Millionen Euro) Rohholz importiert. Bei den Rohholzausfuhren stand Österreich an der Spitze der Bezieherländer: rund 44% (1,5 Millionen Kubikmeter) des ausgeführten Holzes gingen an den südlichen Nachbarn. Der Holzeinschlag in Deutschland betrug im Jahr 2010 rund 54,4 Millionen Kubikmeter. Das war zwar deutlich mehr als im Jahr 2009 (48,1 Millionen Kubikmeter), jedoch weniger als im sechsjährigen Mittel von 2004 bis 2009 (durchschnittlich 59 Millionen Kubikmeter). Mit 42,4 Millionen Kubikmetern machte Nadel-holz 78% des Gesamteinschlages im Jahr 2010 aus, auf Laubholz entfielen 22% (11,9 Millionen Kubikmeter).