Linde MH eröffnet neues Headquarter

Mit dem Bezug des komplett modernisierten Headquarters am Carl-von-Linde Platz in Aschaffenburg schafft Linde Material Handling eine völlig neue Arbeitswelt für die Mitarbeiter. Ausgestaltet mit großzügigen Multi-Space-Bereichen, stellt der Flurförderzeughersteller auch bei den Zentralfunktionen die nötigen Weichen für den erfolgreichen Transformationsprozess hin zu einem intralogistischen Lösungsanbieter mit größtmöglicher Kundenorientierung.

Für Andreas Krinninger, Vorsitzender der Linde-MH-Geschäftsführung, gibt es eine Analogie zwischen dem Unternehmen mit seiner langen Tradition und dem Gebäude mit denkmal-geschützter Fassade und Foyer aus den 50er-Jahren. „Beides bildet ein Fundament, doch der Überbau steht heute vor anderen Aufgaben als noch vor 60 Jahren.“

Mix aus unterschiedlichen Bürostilen
Damit das neue Headquarter entstehen konnte, wurde das bestehende Bauwerk mit rund 7.200 Quadratmetern Fläche in den vergangenen 17 Monaten entkernt und nach aktuellsten Raumkonzepten neu gestaltet. Grundlage bildet eine Multi-Space-Office-Lösung, die individuell auf die architektonischen Gegebenheiten zugeschnitten ist. Konkret heißt das: Die vier Etagen sind je nach Kommunikationsbedarf der dort sitzenden Funktionen in mehrere offene Bereiche unterteilt. In direkter Nähe zu ruhigen Arbeitsplätzen finden sich insgesamt 15 akustisch gedämmte Kommunikationszonen mit Stehtischen oder Sitzgelegenheiten. Hier können sich Mitarbeiter auf kurzem Weg zusammenfinden, um Fragen zu diskutieren, Ideen zu besprechen oder ein kurzes Meeting zum Projektstatus abzuhalten. Wer für eine gewisse Zeit ungestört telefonieren oder arbeiten möchte, kann dies in einem von 17 verglasten Rückzugsräumen, den sogenannten Think Tanks, tun. Dank Laptop, WLAN und mobilem Telefon-Headset können sich die Mitarbeiter frei bewegen und auch an jedem anderen der insgesamt 255 Schreibtische Platz nehmen, selbstverständlich auch denen der Geschäfts-führung, wie Andreas Krinninger ausdrücklich betont.

Für Besprechungen stehen insgesamt sieben unterschiedlich große Räume zur Verfügung, drei davon, im Erdgeschoss, lassen sich zu einem Konferenzraum für rund 100 Personen verbinden. Damit soll es zukünftig die Möglichkeit geben, Kunden und Geschäftspartner häufiger zu Veranstaltungen ins Headquarter einzuladen.

Unterstützung bei der Entwicklung des „Linde-Raumkonzeptes“ holte sich das Projektteam bei der Firma aconsea, Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart. „Heute“, sagt Prof. Wilhelm Bauer, geschäftsführender Institutsleiter und renommierter Experte, „hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es einen Mix unterschied-licher Funktionsbereiche geben muss, um den beruflichen Anforderungen der modernen Wissensgesellschaft zu genügen.“

Konzentration auf Material Handling
Der umfangreichen Modernisierung ging ein Verkauf des Gebäudes voraus. „Wir wollen unsere Mittel auf Investitionen in unser Produkt- und Lösungsangebot, in Produktivitäts-steigerungen unserer Prozesse und Werke sowie in die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter konzentrieren. Dies schafft Mehrwert für unsere Kunden“, erklärt Krinninger. Die Moderni-sierung erfolgte in enger Abstimmung mit dem neuen Eigentümer, der Aschaffenburger Immobilienfirma Realconcept, dem Architekturbüro BGF+ Architekten aus Wiesbaden sowie der Denkmalschutzbehörde. „Mit dem neuen Eigentümer haben wir einen langfristig orientierten, regionalen Partner gefunden, der alle unsere Belange und Wünsche vorbildlich umgesetzt hat“, lobt Krinninger die gute Zusammenarbeit mit dem Immobilienunternehmen. Die Architekten hätten die mitunter speziellen Herausforderungen des Denkmalschutzes mit Bravour gelöst und auf diese Weise die Nutzung des Gebäudes als hochmoderne Bürowelt möglich gemacht.