Investition in Produktion und Umwelt

BergmannHillebrand133 Tonnen CO2 will Bergmann & Hillebrand, Hersteller von Präzisionslochblechen, pro Jahr einsparen. Dabei geht es dem Zulieferbetrieb nicht nur um Umweltschutz. Mit der Investition in erneuerbare Energien und eine moderne Heiztechnologie setzt das Traditions-Unter-nehmen klar auf Standortsicherung und Wachstum. Bereits 2007 investierte Bergmann & Hillebrand in eine erste Photovoltaik-Anlage. Direkt auf dem Betriebsgebäude im Industrie-gebiet Eggenstein bei Karlsruhe erzeugt die komplette Anlage circa 72.000 kWh Strom pro Jahr. Das entspricht in etwa 30% der Energie, die zur Herstellung der anspruchsvollen Präzisionslochbleche bei Bergmann & Hillebrand verbraucht wird. Für das in Industriekreisen bekannte Unternehmen war das aber nur der erste Schritt. Anfang 2015 wurde die Warm-wassererhitzung von Öl-Heizwert auf Gas-Brennwert-Technik umgestellt und die Energie-effizienz weiter gesteigert. Die Modernisierung wurde mit dem Einbau einer großflächigen Deckenstrahlheizung in den Produktionshallen abgeschlossen.

Verbessertes Betriebsklima
Deckenstrahlheizungen arbeiten mit Strahlungswärme. Auf der einen Seite wird diese vom Menschen als besonders angenehm empfunden. Andererseits genügt eine Erwärmung der Raumluft mittels Deckenstrahlplatten auf 17°C, um das Wärmeempfinden zu erzeugen, welches über herkömmliche Radiatoren, also Heizkörper, bei 20° C Lufttemperatur erreicht wird. Das liegt daran, dass die Wärmestrahlung nicht die Luft erwärmt sondern die Ober-flächen auf die sie auftrifft. So lässt sich über diese moderne Heiztechnik der Energieeinsatz deutlich reduzieren.

Umweltschutz unterstützt Wirtschaftlichkeit
Der sinnvolle und verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen steht bei Bergmann & Hillebrand auch bei der Produktentwicklung im Vordergrund. Die Präzisionslochbleche werden in Lautsprecherabdeckungen im Automobil oder in Multimedia- und Soundsystemen, Rauchmeldern, Klimaanlagen oder im Bereich der Beleuchtung verbaut. „Gutes Design, sorgsamer Rohstoffverbrauch und hohe Funktionalität sind Teil unserer Produktstrategie. Ergänzend freuen wir uns natürlich, wenn wir durch eine gute Energiepolitik Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit noch fördern können“ so Rolf Bergmann, Inhaber des Unternehmens.

So ermittelte ein vorab erstelltes Gutachten eine mögliche Energieeinsparung von bis zu 30% gegenüber der herkömmlichen Beheizung. „Wir sind gespannt, inwieweit sich diese Prognose in der Realität vielleicht sogar noch übertreffen lässt“ so Bergmann.

Bild: Die Deckenstrahlheizung überzieht die gesamte Produktion, Foto: Bergmann & Hillebrand GmbH & Co. KG

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