Großhandelspreise im Jahr 2017

Die Großhandelsverkaufspreise lagen im Jahresdurchschnitt 2017 um 3,5 % über dem Stand des Jahres 2016. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatten insbesondere die gestiegenen Preise im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug (+ 9,4 % gegenüber 2016) sowie die Preise mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen (+ 8,8 %) einen entscheidenden Einfluss auf die Veränderung gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Preisanstiege im Großhandel mit Altmaterialien und Reststoffen (+ 23,5 %), mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten (+ 12,1 %), mit lebenden Tieren (+ 10,9 %) sowie mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln (+ 5,4 %) haben erheblich zum gegenüber 2016 höheren Gesamtindex beigetragen.

Dagegen lagen die Großhandelspreise für Obst und Gemüse um 2,3 % und für pharmazeutische Erzeugnisse um 0,6 % niedriger als im Jahresdurchschnitt 2016.

Im Dezember 2017 waren die Verkaufspreise im Großhandel um 1,8 % höher als im Dezember 2016. Dies war der niedrigste Anstieg gegenüber dem Vorjahr seit November 2016 (+ 0,8 %). Im November 2017 hatte die Veränderung gegenüber dem Vorjahr + 3,3 % betragen, im Oktober 2017 waren es + 3,0 %. Die auf Großhandelsebene verkauften Waren verbilligten sich im Dezember 2017 gegenüber dem Vormonat November um 0,3 %.

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung gegenüber dem Vorjahresmonat hatten im Dezember 2017 die um 5,6 % höheren Preise im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug. Gegenüber November 2017 sanken sie um 0,8 %.

Im Vorjahresvergleich waren die Preissteigerungen im Großhandel mit Altmaterialien und Reststoffen (+ 11,5 %), mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten (+ 9,1 %) sowie im Großhandel mit chemischen Erzeugnissen (+ 8,7 %) im Dezember 2017 für die Gesamtentwicklung ebenfalls von Bedeutung.

Höhere Preisveränderungen gegenüber dem Vorjahr gab es im Dezember 2017 auch im Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln (+ 2,5 %) sowie im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen (+ 2,1 %).
Dagegen waren Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze (– 6,3 %) sowie lebende Tiere (– 5,8 %) billiger als im Dezember 2016.