Fertigung: Intelligente Mobilitätslösungen

Lange Zeit fiel die Verbreitung mobiler Technologien innerhalb des verarbeitenden Gewerbes – insbesondere in Kernfertigung und Werkstattumgebungen – im Vergleich zu anderen Branchen eher gering aus. Wie eine Studie von SOTI, dem weltweit führenden Anbieter von Management-Lösungen für Mobile- und IOT-Endgeräte ergab, wird sich das jedoch sehr bald ändern: Bis zum Jahr 2020 soll sich die Anzahl von Mobilfunkanschlüssen innerhalb globaler Fabriken nämlich nahezu verdoppeln.

„Kleine und mittelständische Hersteller aus dem Manufacturing-Bereich nutzen zunehmend mobile Lösungen, um Arbeitsabläufe zu optimieren, Produktivität und Qualität zu steigern und insbesondere Kosten zu senken. Darüber hinaus liegt der Fokus häufig darauf, kritischen Regulierungs- und Konformitätsanforderungen technologisch abzudecken“, erklärt Stefan Mennecke, Regional Director Central und Southern Europe bei SOTI.

Eine weitere Herausforderung stellt für Fertigungsunternehmen die Verwaltung ihrer Anlagen und Produktionsmittel dar. Während die meisten neuen Produktionsanlagen unabhängig voneinander betrieben werden können, benötigen ältere Fertigungsstätten oftmals einen stärkeren Support vor Ort. Durch den Einsatz mobiler Lösungen können ortsunabhängig Geräte kalibriert, Prüf- und Messanwendungen gesteuert, Programme hochgeladen und viele andere Asset-Management-Funktionen genutzt werden. Dies bietet neben einer höheren Betriebszeit eine gesteigerte Produktivität der Mitarbeiter.

„Nach Jahren reiner Fokussierung auf das Senken von Kosten suchen Fertigungsunternehmen heute nach neuen Wegen, sich auf dem Markt zu differenzieren. Die Fähigkeit, wichtige Daten zu sammeln und für seine Belange konstruktiv zu nutzen, stellt einen wichtiger Faktor bei der Entwicklung neuer und Festigung bestehender Wettbewerbsvorteile dar“, weiß Stefan Mennecke. „Mit einer leistungsstarken Enterprise Mobility Management-Lösung wie der SOTI ONE-Plattform kontrollieren und verwalten Unternehmen ihre mobilen Geräte und IoT-Endpoints; zudem wappnen sie sich für die Zukunft, indem sie ihre unternehmerischen Strategien optimiert und auf Basis valider Zahlen auszurichten.“

Die SOTI-Studie zeigt auch die Hauptgründe für Investitionen in Mobilitätslösungen im Manufacturing-Bereich auf:
• Verbesserung der Mitarbeiterproduktivität: 46,5 Prozent
• Verbesserte Entscheidungsfindung in Echtzeit: 38,0 Prozent
• Reduzierter Papieraufwand: 32,4 Prozent
• Verbesserung von Wettbewerbsvorteilen: 26,8 Prozent
• Steigerung von Umsatz/Ertrag: 26,8 Prozent
• Besserung der Zusammenarbeit unter den Angestellten: 25,4 Prozent
• Steigerung der Angestelltenzufriedenheit: 21,1 Prozent
• Gewährleistung von Compliance-Vorgaben/Reduzierung des Rechtsstreitrisikos: 18,3 Prozent
• Verbesserung der Mitarbeitersicherheit: 16,9 Prozent
• Verbesserung der Kundenbindung und Wiederholungsgeschäfte: 16,9 Prozent
• Reduktion von Anlagenausfällen: 12,7 Prozent

Vier Argumente für Enterprise-Mobility-Technologie im Manufacturing-Bereich
Gesteigerter Umsatz: Unternehmen nutzen mobile und vernetzte Lösungen zur Identifizierung neuer Wege der Umsatz- und Gewinnsteigerung. So verkaufen zum Beispiel Hersteller von Industrieanlagen nicht primär Produkte, sondern vielmehr Service-Resultate wie Maschinenstunden. Dabei werden mobile, eingebettete und vernetzte Sensortechnologien eingesetzt, um die Nutzung zu messen und eine vorausschauende Wartung zu ermöglichen.

Betriebliche Effizienzsteigerung: Das Tracking und die Wartung von Anlagen in einer Produktionsstätte kann zeitaufwändig und kostspielig sein. Vor allem in großen Fertigungsanlagen, die mehrere Kilometer lang sein können, ist die Fähigkeit, wartungsbedürftige Anlagenbereiche schnell und unkompliziert zu identifizieren, besonders wichtig. Durch den Einsatz einer mobilen Business-Lösung und einem Indoor-Ortungsdienst, unterstützt durch Geo-Tagging und Imaging, kann die Effizienz der Werksmitarbeiter und Inspektoren erheblich gesteigert werden.

Verbesserte Qualitätskontrolle: Gemäß der SOTI-Umfrage werden bei der Qualitätskontrolle die höchsten Investitionen in mobile Anwendungen getätigt. Denn die Fähigkeit, Qualitätsprobleme frühzeitig zu erkennen, hilft dabei, Arbeitsaufwände zu minimieren und die Kosten für Materialien und Ausrüstungszeit zu senken.

Erhöhte Arbeitssicherheit: Mobile Lösungen können dazu beitragen, die Sicherheit von Mitarbeiter nachhaltig zu gewährleisten. Insbesondere derjenigen, die allein in gefährlichen Bereichen tätig sind. Durch den Einsatz tragbarer Endgeräte können Umweltfaktoren wie Temperatur, Gehalt an toxischen Gasen oder längere Inaktivitätszeiten ermittelt und identifiziert werden, ob ein Arbeiter einen Unfall hatte oder sich in Gefahr befindet.