FELIX Austria senkt Kosten seiner Staplerflotte

Der österreichische Lebensmittel-Hersteller FELIX Austria setzt in der Produktionslogistik seit Jahren immer mehr auf batteriebetriebene Flurförderzeuge. Schritt für Schritt stellt der Lebensmittelspezialist seine Staplerflotte auf Elektroantriebe um – die Betriebskosten und Energieeffizienz immer im Blick. Für optimale Performance bei minimalem Stromverbrauch sorgt dabei die Batterieladetechnik von Fronius. FELIX ist von den Geräten des österreichischen Technologieführers restlos überzeugt – das war jedoch nicht von Anfang an der Fall.

Die Marke FELIX ist ein österreichischer Klassiker. Vor allem als klarer Marktführer in der Kategorie Ketchup – mit einem Marktanteil von rund 60 Prozent – ist das Unternehmen über die Grenzen hinweg bekannt. Seit mehr als 50 Jahren ist die FELIX Austria GmbH einer der renommiertesten Lebensmittelproduzenten der Republik und bietet mittlerweile ein breit gefächertes Produktportfolio: darunter auch Sugo, Saucen, Mayonnaise, Fertiggerichte, Suppen, Sauergemüse, Müsli, Trockenfrüchte, Nüsse und Reformprodukte. Verkauft wird nicht nur in Österreich, sondern in über 20 Ländern Europas. Kunden sind sowohl der Lebensmitteleinzelhandel als auch die Gastronomie.

Der mit Abstand größte Produktionsstandort befindet sich am Hauptsitz von FELIX Austria im burgenländischen Mattersburg. Die meisten der fast 30.000 Tonnen Produkte, die das Unternehmen jährlich absetzt, entstehen hier. Besonderen Wert legt FELIX auf die hohe Qualität seiner Lebensmittel – dies erfordert neben hochwertigen Rohstoffen und modernen Produktionsverfahren auch eine gut funktionierende Intralogistik: Eine Flotte von 36 Flur-förderzeugen sorgt zwischen Wareneingang und -ausgang dafür, dass sämtliche Rohstoffe, Zutaten, Verpackungen und Endprodukte immer zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge am richtigen Ort sind. Gearbeitet wird von Montag bis Freitag im Zwei-Schicht-Betrieb, die Anforderungen an die Verfügbarkeit der Stapler sind hoch.

Flotte von Gas- auf Elektrostapler umgestellt
In der Vergangenheit waren bei FELIX hauptsächlich Flurförderzeuge mit Gasantrieb im Einsatz. Mit der Zeit kamen jedoch vereinzelt auch Elektrostapler hinzu. 2014 schließlich fiel die Entscheidung, die gesamte Flotte auf die batteriebetriebenen Helfer umzustellen. Der Lebensmittelproduzent denkt und handelt langfristig und nachhaltig – “da passen die Elektrostapler vom Image her natürlich dazu. Mittlerweile stimmt aber auch die Leistung”, beschreibt der technische Leiter Lorenz Fasching. “Die Entwicklung der Stapler im Elektro-bereich hat uns inzwischen überzeugt. Früher konnte die Batterie unsere Anforderungen technisch nicht so gut erfüllen wie der Gasantrieb, aber heute ist das anders.” Neun batteriebetriebene Flurförderzeuge sind in den Hallen von FELIX bereits unterwegs, altersschwache Exemplare werden sukzessive ausgetauscht.

Um die langen Fahrtzeiten zu bewältigen, sind die Stapler teilweise mit Wechselbatterien ausgestattet. Weil die teuren Akkus viel im Einsatz und dementsprechend stark beansprucht sind, war für diese Anwendung eine zuverlässige, effiziente und schonende Ladetechnik besonders wichtig. Auf der Suche nach einem geeigneten Anbieter stieß FELIX durch eine Empfehlung des Flurförderzeug-Herstellers Linde auf Fronius. Das international tätige Unternehmen mit Hauptsitz im oberösterreichischen Pettenbach ist mit seiner Sparte Perfect Charging auf innovative Technologien rund um das Laden von Antriebs- und Starterbatterien spezialisiert. Der erste Kontakt verlief jedoch eher ernüchternd: “Als ich von Fronius zum ersten Mal den Preis für ihre Ladegeräte gehört habe, habe ich gesagt: ,Hier brauchen wir gar nicht weiterzureden'”, erinnert sich Lorenz Fasching. Auf den ersten Blick erschien die Investition, verglichen mit Angeboten anderer Hersteller, schlicht zu teuer.

Einsparpotenzial bewirkt ein Umdenken
Diese Einschätzung änderte sich jedoch rapide, nachdem Alexander Thier, Area Sales Manager bei Fronius Perfect Charging, dem Verantwortlichen bei FELIX das enorme Einsparpotenzial bei den laufenden Betriebskosten ausgerechnet hatte. “Beim ersten Kontakt stoßen wir häufig auf Skepsis”, schildert er. “Bei Angeboten für elektrische Flurförderzeug-Systeme ist die verwendete Batterieladetechnologie oftmals gar nicht ersichtlich – da können die Preisunterschiede zwischen 50-Hertz-Trafotechnik, einfachen HF-Ladegeräten und unserer Technologie auf den ersten Blick schon abschreckend wirken.” Dabei ist es für Anwender durchaus sinnvoll, sich neben dem Stapler und der Batterie auch mit der Lade-technik auseinanderzusetzen. Denn diese hat eine große Wirkung auf die Wirtschaftlichkeit und Performance des Gesamtsystems: “Die Ladetechnik beeinflusst die Lebensdauer der Antriebsbatterie, die Kosten für Wartungsarbeiten, den Energieverbrauch und auch, wie effektiv der Anwender mit seiner Staplerflotte arbeiten kann”, erklärt Thier.

Fronius hat mit seinen Selectiva-Ladegeräten die weltweit fortschrittlichste Technologie zum Laden von Antriebsbatterien im Portfolio. Mit ihrem innovativen Ri-Ladeprozess, der sich dem Innenwiderstand der angeschlossenen Batterie anpasst, ermöglichen sie eine besonders schonende und effiziente Ladung in Abhängigkeit von Alter, Temperatur und Ladezustand. “Jeder Ladevorgang erfolgt nach einer individuellen Kennlinie – das senkt den Energie-verbrauch sowie den CO2-Ausstoß drastisch und verlängert gleichzeitig die Lebensdauer der Batterie”, fasst Alexander Thier die Vorteile zusammen. Das wirkt sich vor allem bei den Betriebskosten aus: Die Stromrechnung sinkt, und die teuren Blei-Akkus müssen seltener erneuert werden. Die Anschaffung der Geräte hat sich damit oft schon nach kurzer Zeit amortisiert.

Laufende Kosten drastisch gesenkt
Diese Argumentation überzeugte auch Lorenz Fasching: “Bei unseren alten Staplern mit Gasantrieb lagen die laufenden Kosten pro Stück bei über 200 Euro im Monat”, führt er aus. “Die Elektrostapler liegen mit 48 Euro im Monat mehr als 75 Prozent darunter – und die Fronius-Ladetechnik hat daran einen wesentlichen Anteil.” Ein einflussreicher Faktor ist auch der Wartungsaufwand, der durch die Umstellung deutlich gesunken ist. Denn erstens sind elektrische Flurförderzeuge generell erheblich wartungsärmer und damit günstiger als gasbetriebene, und zweitens reduziert der schonende Ladevorgang der Fronius-Geräte auch die Wartungsarbeiten an den Batterien, wie etwa das Auffüllen von Wasser. “Das spart nicht nur Geld, sondern wir haben auch mehr Zeit für unsere eigentliche Arbeit”, bemerkt Fasching.

Apropos Zeit: Ein paar der elektrischen Flurförderzeuge bei FELIX, die mitsamt ihrer Batterien schon mehrere Jahre im Einsatz waren, bekamen in der jüngeren Vergangenheit immer öfter Schwierigkeiten, eine komplette Schicht lang durchzuhalten. Die Batterien hatten nach und nach an Kapazität verloren und mussten während der Arbeit zwischengeladen werden – “ein Vorgang, der nicht nur Zeit, sondern auch Nerven kostete”, erinnert sich Fasching. Die Selectiva-Ladegeräte von Fronius verfügen für solche Fälle über eine spezielle Refresh-Kennlinie. Sie verhilft tiefentladenen und sulfatierten Batterien wieder zu besserer Leistungs-fähigkeit. “Seit wir mit Fronius laden, können unsere Mitarbeiter auch mit älteren Fahrzeugen wieder ohne Zwischenladungen ihre Schicht fahren”, freut sich der technische Leiter.

In eineinhalb Jahren amortisiert
Sechs Ladegeräte vom Typ Selectiva sind bei FELIX mittlerweile im Einsatz, aufgeteilt auf drei kleine und eine große Ladestation. Diese stattete Fronius auch mit Schutz- und Sicherheitsausrüstung aus, damit Mitarbeiter bei Unfällen schnell reagieren können. Passiert ist jedoch noch nie etwas, betont Fasching: “Die Geräte sind so einfach, bequem und sicher zu bedienen, da gibt es absolut nichts auszusetzen.” Und die Ergebnisse sind mehr als nur zufriedenstellend: “Die Hochrechnungen waren richtig – der Mehrpreis der Elektrostapler hat sich in nur eineinhalb Jahren amortisiert. So sehr mich der Preis zu Beginn abgeschreckt hat, so sehr hat mich die Technik der Fronius-Lösung überzeugt”, berichtet Lorenz Fasching. “Ich freue mich über die sehr gute Zusammenarbeit und bin sicher, dass wir auch in Zukunft wieder auf Fronius setzen werden.”