Elektroindustrie: Exporte ziehen weiter an

Im März 2014 sind die Exporte der deutschen Elektroindustrie weiter gestiegen. Insgesamt übertrafen sie mit 13,3 Milliarden Euro ihren Vorjahresstand um 2,3 Prozent. Die Einfuhren nach Deutschland zogen im März 2014 mit plus 7,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf 11,2 Milliarden Euro deutlich stärker an als die Ausfuhren. Im ersten Vierteljahr kamen sie auf 34,8 Milliarden Euro und übertrafen ihren Vorjahreswert damit um 6,9 Prozent.

„Das war der vierte Monat mit Wachstum in Folge“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Im gesamten ersten Quartal dieses Jahres lagen die Branchenausfuhren mit 39,9 Milliarden Euro 3,7 Prozent höher als vor einem Jahr. Bereits im vierten Quartal 2013 waren die Elektroexporte wieder leicht im Plus. Zuvor waren sie vier Quartale in Folge rückläufig.“

Elektroexporte nach Regionen
„Das Ausfuhrgeschäft mit der Eurozone erholt sich weiter“, so Dr. Gontermann. Im März dieses Jahres nahmen die deutschen Elektroexporte in den Euroraum um 6,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 4,2 Milliarden Euro zu. Die Branchenausfuhren nach Frankreich stiegen um 3,5 Prozent auf 944,0 Millionen Euro, nach Spanien sogar um 19,1 Prozent auf 421,3 Millionen Euro. Italien nahm mit 616,7 Millionen Euro 0,7 Prozent weniger ab als vor einem Jahr.

Während die Elektroexporte nach Großbritannien im März um 6,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf 761,4 Millionen Euro zulegten, gingen die Ausfuhren in die USA um 3,9 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro zurück.

Die Branchenexporte nach China übertrafen ihr Vorjahresniveau im März mit 1,2 Milliarden Euro um 10,9 Prozent. Die Elektroausfuhren nach Japan zogen um 5,3 Prozent auf 266,1 Millionen Euro an, nach Südkorea fielen sie dagegen um 26,1 Prozent auf 204,7 Millionen Euro. Die Exporte in die gesamte Region Südostasien lagen mit 2,4 Milliarden Euro 2,6 Prozent über ihrem Vorjahreslevel. Die Ausfuhren nach Russland bleiben unter Druck. Mit 431 Millionen Euro verfehlten sie ihren Vorjahreswert im März um 8,8 Prozent.

„Über das gesamte erste Quartal 2014 hat China die USA als größten Abnehmer deutscher Elektroexporte abgelöst“, sagte Dr. Gontermann. Nach China gingen von Januar bis März Ausfuhren in Höhe von 3,3 Mrd. Euro (plus 11,3 Prozent gegenüber Vorjahr), in die USA von 3,2 Mrd. Euro (minus 2,7 Prozent). Frankreich bleibt mit 2,9 Mrd. Euro (plus 7,7 Prozent) auf Rang drei, Großbritannien mit 2,2 Mrd. Euro (plus 7,9 Prozent) auf Rang vier.

Welt-Elektromarkt
In seinem aktualisierten Ausblick beziffert der ZVEI das 2013er Volumen des Welt-Elektromarktes auf 3.702,9 Milliarden Euro. Gegenüber 2012 entspricht dies einem Plus von drei Prozent. Für die Jahre 2014 und 2015 wird ein Wachstum von fünf und sechs Prozent prognostiziert.

Auf Asien entfielen im vergangenen Jahr mit 2.121,4 Milliarden Euro 57 Prozent des globalen Marktes. Mit einem Zuwachs um vier Prozent legte der asiatische Markt 2013 erneut überdurchschnittlich zu. In diesem und im kommenden Jahr dürfte er sich um je sechs Prozent erhöhen.

Der amerikanische Elektromarkt wuchs 2013 um drei Prozent auf 778,7 Milliarden Euro. Sein Anteil am globalen Markt beläuft sich damit auf 21 Prozent. Die Wachstumsaussichten für 2014 und 2015 liegen bei fünf und sechs Prozent.

In Europa ist der Markt im vergangenen Jahr dagegen um ein Prozent auf 653,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Er macht heute noch knapp 18 Prozent des Welt-Elektromarktes aus. Dieses und nächstes Jahr sollte er zwar wieder um drei und vier Prozent wachsen, damit aber langsamer als der globale Markt insgesamt.