Einigung auf Mehrwegtransportbox

Mehrere namhafte Markenhersteller und Handelsunternehmen haben sich auf die Nutzung und den Tausch der Mehrwegtransportbox GS1 Smart-Boxx in einem offenen Pool verständigt. Sie wollen Kartons, Folien und Behältervielfalt auf ein Minimum reduzieren und das Handling in der Warenlogistik vereinfachen.

Einpacken, auspacken, umpacken: Bevor Shampoo, Seife und Zahncreme im Ladenregal stehen, wechseln sie mehrfach das Transportbehältnis. Dabei kommen auch Transportboxen zum Einsatz, die aber alle unterschiedlich sind und nicht getauscht werden können. „Das ist in höchstem Maß ineffizient, kostentreibend und produziert jede Menge Verpackungsabfall. Deshalb haben wir zusammen mit anderen Industrieunternehmen, Partnern aus dem Handel und GS1 Germany mit dem Mehrwegbehälter GS1 Smart-Box eine standardisierte und nachhaltige Lösung entwickelt“, so Reinhard Wesp, Direktor Logistik DACH, Procter & Gamble Service.

Der Startschuss für die Fertigung und Distribution der Kunststoff-Mehrwegbehälter ist jetzt mit der Entscheidung zur Produktion des Spritzgusswerkzeugs durch die Unternehmen Georg Utz und die IPP gefallen. Zur Einführung im Markt werden zunächst einhunderttausend Standard-Mehrwegbehälter bereitstehen.

„Mit der GS1 Smart-Box machen wir einen entscheidenden und progressiven Schritt zu einer effizienteren und umweltfreundlicheren Handelslogistik”, erklärt Christian Bodi, Geschäftsführer Logistik dm-drogerie markt. “Damit werden wir zum Beispiel durch besser ausgelastete Frachträume den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases weiter senken. Die Entwicklung der GS1 Smart-Box markiert beeindruckend, dass unternehmensübergreifend entwickelte Ansätze zu intelligenten und nachhaltigen Lösungen führen.” Neben dm-drogerie markt und Procter & Gamble gehören Beiersdorf, Cosnova, Edeka, Henkel, Kao, L’Oréal, Migros, Müller Drogeriemarkt und Rossmann zu den First Mover.

Ziel ist es, den Behälter ab Frühjahr 2021 in der Praxis zu testen. Eine neue GS1 Handlungsempfehlung wird unter anderem das im weiteren Verlauf geplante offene Pooling auf Basis eines Regelwerks und der GS1 Standards strukturieren. „Einmal mehr zeigt sich am Beispiel dieser Lösung, wie auf der Plattform von GS1 Germany Unternehmen zukunftsfähige Ansätze finden und vorantreiben, um sowohl den Anforderungen der Wirtschaft als auch denen des Umweltschutzes Rechnung zu tragen“, unterstreicht Thomas Fell, Geschäftsführer von GS1 Germany, den besonderen Charakter des Projekts.

Zunächst soll die GS1 Smart-Box im Drogeriemarkt-Segment zum Einsatz kommen und später auch andere Waren aus dem Fast moving Consumer Goods-Bereich – wie zum Beispiel Bekleidung oder Süßwaren – produkt-, umweltschonend und prozessfreundlich von der Produktion bis an den PoS begleiten. Interessierte Unternehmen aus Industrie und Handel, die an dem Projekt teilnehmen möchten, können sich an GS1 Germany wenden.