Durchdringungsgrad von Warengruppenstrategien

Um die Jahreswende hat die Unternehmensberatung convivax Einkäufer über das Internet-portal allaboutsourcing.de zur aktuellen Durchdringung des Einkaufsvolumens mit Waren-gruppenstrategien befragt. Das Ergebnis zeigt keinerlei eindeutigen Trend – die Verteilung erinnert nach am ehesten an eine Normalverteilung. Die nachfolgende Abbildung zeigt das Ergebnis:

Convivax_Umfrage_Warengruppenstrategien

So haben 12% der befragten Unternehmen keinerlei Warengruppenstrategien und in Summe gut ein Viertel der Firmen maximal 20% Ihres Einkaufsvolumens mit einer Warengruppen-strategie hinterlegt. Dies dürfte in der Praxis bedeuten, dass lediglich 2-3 Warengruppen derart strategisch bearbeitet werden. Ein weiteres Viertel der Unternehmen deckt zwischen 20 und 50% der Warengruppen ab, so dass ca. die Hälfte aller Befragten mehr als 50% des Einkaufsvolumens mit Warengruppenstrategien hinterlegt hat.

Das Ergebnis überrascht ein wenig, da eine frühere Befragung aus dem Jahre 2013 einen insgesamt höheren Durchdringungsgrad von Warengruppenstrategien gezeigt hat. Dabei ist die strategische Herangehensweise an die Warengruppe der Garant für nachhaltige Optimierungen, sei es bei den Kosten, der Qualität oder den Innovationen. Dem Pareto-Prinzip zu Folge, das sich in der Praxis immer wieder bestätigt findet, sollte für eine Abdeckung von 80% des Einkaufsvolumens die Bearbeitung von 20% der Warengruppen ausreichend sein.

Abbildung: Wie viel Prozent Ihres Einkaufsvolumens haben Sie aktuell mit einer Warengruppenstrategie hinterlegt?, Quelle: convivax AG