Drei Tipps zum digitalen Frühjahrsputz

Das lange Warten auf den Frühling hat ein Ende und der alljährliche Frühjahrsputz steht an. Vergessen Sie dabei bitte nicht: Auch digitale Endgeräte müssen gesäubert werden. Und damit ist nicht nur das Entstauben von Tastatur und Lüfter gemeint. Auch der „digitale Schmutz“ muss bei Computer, Smartphone und Co. entfernt und Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen erneuert werden. Im Folgenden finden Sie drei Tipps, wie Sie den virtuellen Putzlappen am effektivsten schwingen:

1. Trennen Sie sich von Altlasten
Zu viel von Allem kann die Leistungsfähigkeit Ihres Computers enorm verschlechtern. Die Geschwindigkeit fährt herunter, das kostet Zeit und Nerven. Gefährlich wird es aber vor allem dann, wenn zu viele verschiedene und nicht aufeinander abgestimmte Programme anfangen, gegeneinander zu arbeiten. Ein gutes Beispiel hierfür sind Sicherheitsprogramme. Jeder kennt das: Man will sein Netzwerk mit Virenscanner, Firewall und anderen Präventions-maßnahmen schützen, aber zu viele Sicherheitstechnologien vervielfachen die Anzahl der Warnungen und echte Alarme gehen in der Masse an Fehlalarmen unter. IT-Sicherheits-experten sehen den Umgang mit der Masse an Fehlalarmen inzwischen als eine ihrer größten Herausforderungen – das belegt der Report „Security, Operations, Challenges, Priorities and Strategies“ von ESG Research.

Löschen Sie temporäre Dateien und Daten, die Sie nicht mehr benötigen. Noch wichtiger: Stellen Sie Ihre aktuellen Sicherheitstechnologien auf den Prüfstand. Welche helfen wirklich? Manchmal ist weniger mehr!

2. Nutzen Sie die Vorteile der Automatisierung
Automatisierte Systeme spielen auch 2018 eine große Rolle. Unternehmen, die hier bereits vorher Potenzial sahen und Ihre Organisationssysteme dahingehend ausbauten, konnten bereits steigende Arbeitsvolumina bewältigen. Auch und vor allem in der IT-Sicherheits-branche hält die Automatisierung schon längst Einzug. Überlastete IT-Sicherheitsexperten können automatisierte Sicherheitslösungen zu Ihren Vorteilen nutzen. Die Systeme arbeiten endlich miteinander anstatt gegeneinander, automatisieren und vereinheitlichen die Sicherheitsprozesse und entlasten somit die Fachkräfte anstatt sie nur noch mehr zu belasten. Informieren Sie sich also darüber, wie Sie automatisierte Lösungen in Ihr Sicherheitskonzept integrieren können.

Noch ein Tipp: Ein alljährlicher Frühjahrsputz ist zwar ein guter Anlass, sich einen Überblick über ausstehende Aktualisierungen zu verschaffen, es reicht aber längst nicht aus, sich nur einmal im Jahr damit zu beschäftigen. Des Weiteren können Sie nicht sicher sein, dass Ihre Mitarbeiter die Updates auch tatsächlich durchführen. Sparen Sie sich lästige Arbeitszeit und informieren Sie sich über die Möglichkeit von automatisierten Updates – lassen Ihre Sicherheitstechnologien diese zu? Wie schön, wenn eine Technologie die Arbeit für Sie übernimmt, Ihre Programme auf den neusten Stand bringt und überflüssige Softwareprodukte entfernt, die veraltet und mit Ihrem Sicherheitssystem nicht mehr kompatibel sind. Das gewährleistet die Regelmäßigkeit Ihrer Updates automatisch.

3. Trainieren Sie Ihre Mitarbeiter
Präventionstechnologien sind die eine Sache, wichtig ist jedoch vor allem ein allumfassendes Sicherheitskonzept. Denn die meisten Verstöße sind auf menschliches Versagen und nicht auf technologische Mängel zurückzuführen: Laut einer Studie von IDC gehen 45 Prozent der Sicherheitsvorfälle in deutschen Unternehmen auf das Konto der Mitarbeiter – zum Beispiel durch das Öffnen einer Phishing-Mail. Zwar können Firmen ihre eigenen Geräte schützen, aber die Mitarbeiter nutzen auch ihre privaten Endgeräte, die oftmals nicht über die neuesten Software-Updates verfügen, in Firmennetzwerken. Das kann dem Unternehmen gefährlich werden und Cyberkriminellen Türen öffnen, die besser verschlossen bleiben sollten. Und die Anzahl möglicher „offener Türen“ steigt ungebremst: Die Analysten von Gartner rechnen damit, dass es bis zum Jahr 2020 weltweit 20,4 Milliarden vernetzte Endgeräte geben wird.
Durchdenken Sie Ihre Richtlinien und informieren Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig über neue Standards, Regeln und Sicherheitsvorkehrungen, damit der Unternehmensserver virensicher bleibt. Sind zum Beispiel die Passwörter stark genug? Sollten Sie eine Multi-Faktor-Authentifizierung in Betracht ziehen? Überlegen Sie sich auch, welche Administratorenrechte Sie welchem Ihrer Mitarbeiter geben.

von Ross Brewer, Managing Director und Vice President EMEA, LogRhythm