DIHK erwartet 3,4 Prozent Wachstum

Gestern hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) seine Prognose für den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr von 2,3 Prozent auf 3,4 Prozent heraufgesetzt.

In einem 13-seitigen Konjunktur-Bulletin für August 2010 berichtet der Verband, dass die globale Wirtschaft wieder kräftig wächst. Mit rund 4 Prozent BIP-Wachstum 2010 sei der Produktionsrückgang im Zuge der Finanzkrise (2009: -1%) bereits wieder kompensiert. Die Privatwirtschaft hole krisenbedingt aufgeschobene Projekte nach. Das wiege schwerer als der bereits seit einigen Monaten laufende allmähliche Rückzug der Staaten aus der Konjunkturstützung.

Das stärkste Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung hat im 2. Quartal 2010 mit 2,2 Prozent  alle Erwartungen übertroffen. Der Rückgang der Arbeitslosenzahl setzt sich fort, so dass im Durchschnitt des Jahres 2010 etwa 3,2 Mio. Menschen arbeitslos sein werden. Das ist der niedrigste Wert seit 1992. Die Industrieunternehmen wollen in den kommenden Monaten besonders kräftig investieren und sogar Personal aufbauen, so die Prognose des DIHK.

Weitere Preisanstiege auf den Rohstoffmärkten sind die Schattenseiten des Aufschwungs. Im bisherigen Jahresdurchschnitt liegt der Ölpreis mit rund 60 Euro pro Barrel knapp 15 Euro über dem Jahr 2009 und auch bereits wieder höher als in den Jahren 2006 und 2007 (jeweils 53 Euro).

Die aktuellen Daten und Analysen  stellt der DIHK als pdf zum Download bereit:
Konjunktur-Bulletin 2010

Die Umfrageergebnisse zur Lage im Mittelstand finden sich im
DIHK-Mittelstandsreport 2010.