„Digitalize or Die“ – Umdenken im Einkauf

Beim 4. Mercateo Executive Summit im Berliner „Adagio“ kamen zahlreiche Entscheider aus den Beschaffungsabteilungen europäischer Unternehmen zusammen. Die Teilnehmer diskutierten, wie Chancen der Digitalisierung genutzt werden können und wie die Vielfalt im Einkauf gesichert werden kann. Den Schwerpunkt setzte die Keynote von Eva Wimmers, President Europe Huawei Honor. „Digitalize or Die“ lautete der Titel. Darin zeigte Wimmers wichtige Punkte auf, die Unternehmen bei der erfolgreichen Digitalisierung beachten sollten.

Der 4. Mercateo Executive Summit stand unter einem gewagten Motto: „Gestalten Sie die Zukunft Ihres Unternehmens, bevor die Zukunft Ihr Unternehmen gestaltet.“ Keynote-Speakerin Eva Wimmers, President Europe Huawei Honor (vormals CPO Deutsche Telekom), formulierte es zum Auftakt noch direkter: „Digitalize or Die“ lautete der Titel ihrer Keynote. Die Provokation war bewusst gewählt, denn die Digitalisierung stellt Unternehmen laut Wimmers vor große Herausforderungen.

„Wer immer nur nach hinten schaut und überlegt, was ihn in der Vergangenheit erfolgreich gemacht hat, wird nicht nur den Anschluss verpassen – der wird irgendwann daran zugrunde gehen“, so Wimmers. Dabei sieht sie die Digitalisierung jedoch nicht unkritisch: „Immer dann, wenn der gesunde Menschenverstand und die Kreativität des Menschen gefragt sind, kann man nicht automatisieren. Da braucht es unseren klaren Kopf, unsere Ideen: Beobachten, Zuhören und dann neue innovative Lösungen finden. Deswegen sollten Digitalisierung und Nicht-Digitalisierung im Einkauf Hand in Hand gehen.“

„Vor allem persönliche Geschäftsbeziehungen können von der Digitalisierung profitieren“, zeigte sich Mercateo Vorstand Dr. Bernd Schönwälder in seinem Vortrag überzeugt. „Das B2B-Geschäft ist ein Beziehungsgeschäft und die Wertschöpfung zwischen Unternehmen basiert zu einem großen Teil auf genau diesen Beziehungen. Digitale Netzwerke, die Akteure miteinander in Kontakt bringen, werden daher eine wichtige Ergänzung in der Digitalstrategie von Unternehmen sein“, führte Dr. Schönwälder aus. Wichtigste Bedingung hierfür ist, dass diese Plattformen gegenüber allen Beteiligten neutral bleiben.

In der Podiumsdiskussion sprachen Eva Wimmers, Dr. Ulrich Piepel (CPO RWE/Innogy), Thorsten Woike (CPO SAG) und Dr. Bernd Schönwälder zum Thema „Umdenken im Einkauf“. Hierbei dürfe der Mensch nicht auf der Strecke bleiben, darin waren sich die Podiums-mitglieder einig. Mitarbeiter sollten durch die Digitalisierung in die Lage versetzt werden, kreativ zu sein und strategische Beiträge für das Unternehmen zu leisten. Nur so können auch im Einkauf Wertbeiträge geschaffen werden. Das können Einsparungen genauso wie optimierte Prozesse oder eine flexiblere Unternehmensstruktur sein.