Digitale Vorreiter der deutschen Wirtschaft

Carl Zeiss, Celonis und Sixt sind die Preisträger des diesjährigen „Game Changer Award“, den die internationale Unternehmensberatung Bain & Company und das manager magazin in Berlin verliehen haben. Mit dem Wirtschaftspreis wurden bereits zum fünften Mal Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet, die ihre Geschäftsmodelle konsequent auf den disruptiven digitalen Wandel ausgerichtet haben und damit nicht nur sich selbst, sondern auch die Spielregeln in ihrer Branche veränderten. Grundlage des Wettbewerbs ist eine umfangreiche Analyse von 300 Firmen. Aus den 15 Finalisten ermittelt eine hochkarätig besetzte Jury aus Topmanagern und Wissenschaftlern nachfolgend die Preisträger in den drei Kategorien „Customer Experience“, „Product & Service Innovation“ sowie „Operations of the Future“.

„Es gibt keine bessere Zeit, um einen solchen Preis zu verleihen“, betont Bain-Deutschlandchef Walter Sinn anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Awards. „Mit dem Game Changer Award würdigen wir Unternehmen in Deutschland, die heute ihren Markt revolutionieren, weil sie in der Vergangenheit mutige und zukunftsorientierte Managemententscheidungen getroffen haben.“

Digitalisierung verlangt fundamentales Umdenken
Sixt, der international führende Anbieter hochwertiger Mobilitätsdienstleistungen, steht seit über 100 Jahren für Innovationskultur mit starker Technologiekompetenz. In nur einer App erhalten die Kunden ein einzigartiges, integriertes Mobilitätsangebot. Das macht Sixt zum Preisträger in der Kategorie „Customer Experience“, die für vorbildlich gestaltete Kundenerlebnisse steht. Das Unternehmen zeichnen insbesondere seine konsequente Kundenorientierung, der hohe Anteil an Premiumfahrzeugen sowie das attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Sixt zählt zu den profitabelsten Mobilitätsdienstleistern weltweit.

Mit jahrelanger Tradition und der bedingungslosen Förderung von Innovation hat Carl Zeiss in der Kategorie „Product & Service Innovation“ überzeugt, in der die Einführung bahnbrechender Produkt- und Dienstleistungsinnovationen gewürdigt werden. Zeiss ist ein weltweit führendes Optikunternehmen, das innovative Lösungen für Industrie und Technik entwickelt, fertigt sowie vertreibt und damit immer wieder technologische Maßstäbe setzt. Durch die Carl-Zeiss-Technologie wird sich die Miniaturisierung der Chipstrukturen über das nächste Jahrzehnt hinaus fortsetzen.

Preisträger in der Kategorie „Operations of the Future“, in der das Umsetzen innovativer Produktions- und Backoffice-Lösungen prämiert wird, ist mit Celonis in diesem Jahr erstmals ein Start-up. Das Unternehmen ist in nur wenigen Jahren zum Weltmarktführer im Process Mining aufgestiegen. Das Kernprodukt, eine automatisierte Lösung zur Visualisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen, wird bereits in 600 Firmen eingesetzt, die in 20 verschiedenen Branchen tätig sind. Anfang des Jahrzehnts von Absolventen der Technischen Universität München gegründet, zählt Celonis seit 2018 zum kleinen Kreis der deutschen Einhörner und wächst weiterhin rasant.

Im Rahmen der Preisverleihung diskutierten Investoren und Start-up-Vertreter darüber, wie digital Deutschland zu Beginn des neuen Jahrzehnts ist und was sich nach vorne blickend verändern muss. Valentin Stalf, Gründer und CEO der Digitalbank N26, und Verena Pausder, Gründerin des Kinder-App-Entwicklers Fox & Sheep sowie der HABA Digitalwerkstatt, schilderten ihre Erfahrungen als Unternehmensgründer und stellten Chancen und Herausforderungen im digitalen Deutschland aus ihrer Sicht dar. Dr. Gerhard Cromme, Aufsichtsrat von Auto 1, und Alexander Dibelius, Deutschlandchef von CVC Capital Partners, sprachen unter anderem über die Bedeutung von Wachstumskapital für Unternehmensgründer und wie etablierte Konzerne digitale Chancen nutzen können.

Ausgezeichnet wurden bislang: Adidas, Auto 1, Axel Springer, BASF, BMW, Eos, FlixBus, Infineon Technologies, Motel One, SAP, Siemens und Zalando.

Bild (v.l.n.r.): Klaus Helmrich (Siemens), Walter Sinn (Bain & Company), Alexander Sixt (Sixt), Bastian Nominacher (Celonis), Martin Klenk (Celonis), Jennifer Lachman (manager magazin), Prof. Dr. Michael Kaschke (Carl Zeiss), Andreas von Bechtolsheim (Arista Networks), Philipp Justus (Google), Martin Noé (manager magazin); Foto: Bain & Company