Blitzumfrage der Einkaufsberatung Inverto

Mit einer Blitzumfrage zur Zukunft des Einkaufs aus Entscheidersicht hat die inhabergeführte Einkaufsberatung Inverto ihr Programm zum zehnjährigen Firmenjubiläum ergänzt. Auf ihrer ersten Unternehmertagung am 1. Oktober auf Schloss Bensberg bei Köln befragten die Spezialberater rund 100 Besucher. Von den Entscheidern im Einkauf werden Rohstoff- knappheit und Bedarfsoptimierung als größte Aufgaben in den nächsten zehn Jahren eingestuft.

Zu den Gästen zählten Unternehmer und Top-Manager aus Familienunternehmen sowie Private Equity Unternehmer. Einkauf wird in den nächsten zehn Jahren auf der Agenda deutscher Unternehmen deutlich nach oben wandern: Mehr als drei Viertel der Befragten bestätigten dies. Knapp 60 Prozent stimmten außerdem zu, dass der Einkauf das Image eines Unternehmens in den nächsten zehn Jahren maßgeblich mitbestimmen werde, knapp 10 Prozent verneinten dies und 32 Prozent waren unentschlossen.

Eindeutig fällt das Votum der Befragten aus, wenn es um die größten Herausforderungen für den Einkauf in nächster Zukunft geht: Knapp 60 Prozent der Teilnehmer sehen Rohstoff- knappheit als wichtigstes Thema, gefolgt von Green Procurement (31,8 Prozent) und mit deutlich weniger Gewicht die Globalisierung (9,1 Prozent). Gefragt nach den wichtigsten Einkaufshebeln zur Wertsteigerung in den nächsten zehn Jahren nannten etwas weniger als die Hälfte der befragten Entscheider Bedarfsoptimierung (Value Engineering) sowie das Reduzieren von Prozesskosten (38,1 Prozent). Die Preisoptimierung nennen hier nur 14,3 Prozent der Teilnehmer.

Qualifiziertes Personal gilt als Schlüssel für einen langfristig erfolgreichen Einkauf. Als wichtigstes Lernfeld sehen fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer die interkulturelle Kompetenz der Einkäufer, gefolgt von der Fähigkeit zum Schnittstellenmanagement, um als Prozesstreiber und Netzwerker im gesamten Unternehmen auftreten zu können.

„Wir erheben mit dieser Blitzumfrage natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es ist eine Momentaufnahme. Doch die Ergebnisse zeigen eine eindeutige Tendenz, was Unternehmer und führende Entscheider über den Stellenwert des Einkaufs denken“, sagt Frank Wierlemann, Vorstand der Inverto AG, Köln. „Gerade in Deutschland haben Einkauf und Supply Management immer noch Nachholbedarf beim Ansehen in den Topetagen der Wirtschaft. Zwar ist der Beitrag des Einkaufs zur Wertschöpfung inzwischen viel bekannter, doch im Vergleich mit anderen Ländern wie etwa USA ist Sourcing als Managementdisziplin noch nicht attraktiv genug“, berichtet Inverto-Vorstand Markus Bergauer. „Die Ergebnisse der Umfrage belegen die strategische Bedeutung des Einkaufs“, so Wierlemann. „Jetzt müssen den Worten die Taten folgen, also Entscheidungsstrukturen für eine frühzeitige Einbindung des Einkaufs bis in die Vorstandsebene
geschaffen werden.“