Balanceakt zwischen Vielfalt und Herstellbarkeit

Der Kundenwunsch hat höchste Priorität. Daraus ergibt sich eine paradoxe Situation: Das Produkt soll Kundenvorstellungen entsprechen und trotzdem rentabel entwickelt und produziert sein. Wie kann ein mittelständisches Unternehmen den Balanceakt zwischen Produktvielfalt und Herstellbarkeit halten? Bei der Smart Variant Konferenz diskutierten rund 200 verantwortliche Komplexitäts- und Variantenmanager praktikable Konzepte zum Handling von Produktvarianz und -komplexität im Spannungsfeld zwischen Kundenanforderungen und effizienter Herstellbarkeit.

Das Chamer Familienunternehmen GEBHARDT entwickelt und produziert branchenspezi-fische Lösungen für Transport und Lagerung von Gütern und Waren im Industrie-, Handel- und Automotivebereich. Kundenorientierung und die konsequente Branchenfokussierung sind zwei wesentliche Erfolgsfaktoren, weshalb bei GEBHARDT eine hohe Vielfalt an Produkten mit wenig Standardisierung entstanden ist. Um diese handeln zu können, wird aktuell Variantenmanagement eingeführt. Dazu gehören die Implementierung eines Produktmanage-mentsystems sowie die Umstellung der aktuellen Konstruktionsweise von der projekt-bezogenen zur produktbezogenen Konstruktion. Die Vorteile von Variantenmanagement sind unter anderem die Kostenersparnis bei den reduzierten Entwicklungszeiten von Produkten. Darüber hinaus können Produktvarianten schneller realisiert und kurzfristiger auf geänderte Marktanforderungen reagiert werden. Durch die Senkung der Varianz und Standardisierung kann das Unternehmen Montageprozesse und Skalenerträge optimieren.

„Unsere Kunden profitieren am Ende von verbesserter Liefertreue, Preisreduzierung und Qualitätssteigerung sowie der Möglichkeit, ihre Produkte selbst zu konfigurieren“, begründet Oliver Bernard die Einführung des Variantenmanagements.