ADVA mit SCM-Award 2013 ausgezeichnet

ADVA Optical Networking, ein Hersteller von Telekommunikationsausrüstung, ist der Gewinner des „Supply Chain Management Award 2013“. Der Preis prämiert alljährlich die beste Wertschöpfungskette der produzierenden Industrie und wird vom Bereich Manage-ment Consulting des weltweit führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC und dem Fachmagazin LOGISTIK HEUTE in Zusammenarbeit mit dem Institute for Supply Chain Management (ISCM) und dem House of Logistics & Mobility (HOLM) ver-geben. Mit dem Preis wird ADVA Optical Networking für eine End-to-End Supply-Chain-Lösung ausgezeichnet, mit der sich das Unternehmen strategische Vorteile erarbeitet hat.

„Die Jury zeigte sich von der konsequenten Integration von Geschäfts- und Supply-Chain-Modell beeindruckt. Aus einem entwicklungsdominierten Unternehmen wurde eine agile Supply-Chain-Organisation geschaffen, die sich an den Bedürfnissen der Kunden orientiert. Dadurch ist ADVA heute in der Lage, seine Kunden schneller, liefertreuer und zu geringeren Kosten zu bedienen als Mitbewerber“, fasste Jurymitglied Harald Geimer, Partner bei PwC, das Votum der Jury zusammen.

„ADVA kann mit dieser Lösung interessante Impulse für andere Branchen liefern“, hob der Laudator Pawel Krych, Leiter technischer Einkauf, Deutsche Telekom AG, in seiner Lobrede hervor. Die Supply-Chain-Lösung von ADVA Optical Networking sei in den Bereichen Planung und Überführung der Planung in die Produktion überragend. Zudem habe ADVA Optical Networking mit einer auf die branchenspezifischen Anforderungen zugeschnittene Supply-Chain-Segmentierung einen innovativen Ansatz elegant umgesetzt.

Durch Transformation zu hoher Flexibilität und messbaren Resultaten
ADVA Optical Networking hat auf der Grundlage einer globalen Supply-Chain-Strategie weltweit Prozesse und Systeme standardisiert und dadurch die Kundenorientierung verbessert und eine starke Wettbewerbsposition erreicht. Durch eine gesamtheitliche Supply-Chain-Optimierung, bei der neben den Funktionsbereichen Entwicklung, Produktion und Vertrieb auch die Lieferanten einbezogen wurden, gelang der Aufbau einer leistungs-fähigen übergreifenden Supply Chain. Die umgesetzte pullbasierte Lösung verfügt über ein bis dato nicht gesehenes Maß an Flexibilität und überzeugte mit messbaren Resultaten, zahlreichen kundenspezifischen Lösungen und Best-Practice-Prozessen. So wurde die Vorlaufzeit bei Lieferanten um mehr als 50 Prozent reduziert, die Liefertreue (On Time Delivery, OTD) von 85 Prozent auf 97 Prozent gesteigert und der Warenumschlag von drei Mal jährlich auf sechs Mal pro Jahr gesteigert. Diese Verbesserungen erforderten tief-greifende Transformationen auf allen Stufen der Supply Chain und wurden innerhalb von nur zweieinhalb Jahren sehr rasch umgesetzt.

Die dadurch erreichte Flexibilität ist für ADVA Optical Networking ein wesentliches Vehikel, um den Anforderungen von Kunden und Lieferanten gleichermaßen gerecht zu werden. Während die Kunden die Produkte mit relativ kurzen Lead Times von durchschnittlich 15 Tagen abrufen, haben die Lieferanten mit vier bis zwölf Wochen einen langen Vorlauf.

Mit innovativer Supply-Chain-Segmentierung zu mehr Kundenorientierung
Neu für die Branche ist insbesondere die sogenannte Segmentierung der Supply Chain, die end-to-end, also unternehmensübergreifend vom Lieferanten des Lieferanten bis zum Kunden des Kunden umgesetzt wurde. Segmentierung bedeutet, dass auf Basis des Produktportfolios und der vorhandenen Nachfragemuster der Kunden Segmente definiert und differenziert betrachtet werden. Voneinander abgrenzbare Portfolios werden so effektiv und effizient bedient. Ferner wurden Produktion und Planung entkoppelt. Dieser zweistufige Ansatz ermöglicht eine „Late Stage Customization“, also die kundenspezifische Produkt-konfiguration und Anpassung in den regionalen Endmontagezentren, um auch kurzfristig auf sich ändernde Kundenanforderungen reagieren zu können. Dies ermöglicht hohe Flexibilität in Hinblick auf die Befriedigung der Kundenwünsche. Die intensive Zusammen-arbeit zwischen Entwicklung und Zulieferern ermöglicht dabei die ganzheitliche Optimierung.

„Diese sogenannte End-to-End-Segmentierung der Lieferkette in Zusammenhang mit entkoppelter Produktion und Planung ist das Schlüsselelement, um die kundenspezifische Produktkonfiguration in den Regionen durchzuführen“, erklär¬te Harald Geimer, Partner bei PwC, den innovativen Ansatz.

Differenzierte Planungsgruppen ermöglichen es dabei, den Kunden durchlauf-zeitoptimiert, also für jede Produktgruppe ausgerichtet an den spezifischen Kundenbedürfnissen mit individuell vereinbartem Vorlauf, zu bedienen. Beispielsweise hervorzuheben ist das End-to-End-Planungsmodell mit zehn Planungsgruppen, die mehr als sieben verschiedene Kriterien zur Unterscheidung heranziehen, sowie Planungsoptimierung in Echtzeit. Das heißt, die Account Manager in den Regionen können unmittelbar die Auswirkungen auf die Lieferzeit ablesen und bei Bedarf die Produktkonfiguration unmittelbar anpassen und damit Input für den wöchentlichen Planungsprozess geben. Zudem wird in einer zweistufigen Produktion mit zentraler Fertigung von Produktkomponenten und kundenspezifischer Konfiguration in den Regionen die Flexibilität gegenüber dem Kunden erhöht. Damit versetzt sich das Unternehmen in die Lage, so spät wie möglich auf sich ändernde Kundenanforderungen zu reagieren als auch Bestände und Fertigungszeiten flexibel zu managen. In Konsequenz bedient ADVA Optical Networking seine Kunden schneller, liefertreuer und zu geringeren Kosten als seine Mitbewerber.