13 Mrd. Produktionsvolumen in der Lufttechnik

Trotz eines schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds konnte die Produktion der Allgemeinen Lufttechnik 2012 um fünf Prozent auf 12,9 Milliarden Euro gesteigert werden. Die Unternehmen hegen einen Grundoptimismus für eine stabile weitere Entwicklung der Branche im Jahr 2013. Doch für das laufende Jahr 2013 belässt der Fachverband seine Herbst-Prognose unverändert und rechnet mit einem geringen Minus von zwei Prozent.

Export und Energieeffizienz stützen die Branchenentwicklung
Die Finanz- und Staatsschuldenkrise stellt weiterhin ein erhebliches Konjunkturrisiko auch für die Allgemeine Lufttechnik als Querschnittstechnologie dar. Dies zeigt sich auch im Auftragseingang – einem wichtigen Indikator für die weitere Entwicklung – der im Jahr 2012 um acht Prozent sank und auch im ersten Quartal 2013 rückläufig war. Insbesondere erhielt die Branche weniger Aufträge im Inland. Im Ausland ist dagegen noch ein leichter Orderzuwachs zu verbuchen.

Wesentliche Impulse lieferte 2012 das gute Exportgeschäft, das um zwei Prozent auf den Rekordwert von 8,5 Milliarden Euro zulegte. Jedoch drehte die Entwicklung bei den Ausfuhren im vierten Quartal 2012 ins Minus. Unverändert positiv entwickelten sich die Ausfuhren nach China, als wichtigsten Exportmarkt, aber auch das Geschäft mit Russland und den USA konnte weiter ausgebaut werden. Die Hälfte der deutschen Exporte gehen in die Länder der EU. „Wir rechnen damit, dass die Ausfuhren 2013 nur noch in Übersee teilweise Zuwächse verzeichnen können, bei einer schwächeren Nachfrage aus der EU”, sagt Guntram Preuß, VDMA-Konjunkturexperte des FV ALT.

Klimaschutzpolitik prägt Allgemeine Lufttechnik
Immer stärker halten die Themen Klimaschutz sowie Energie- und Ressourceneffizienz Einzug in die Branche und mit innovativen Produkten werden zunehmend Lösungen angeboten, denn das Einsparpotential in der Lufttechnik ist beträchtlich. So finden Lebenszykluskosten inzwischen bei Kunden und Anwendern deutlich stärkere Beachtung. Dazu tragen auch die Maßnahmen zur Umsetzung der Ökodesignrichtlinie bei. Dies gilt in besonderem Maße für die Gebäudetechnik, die mit einer ganzen Reihe von Projekten für europäische Ökodesign-Verordnungen im Focus der Politik steht. „Unsere Branche hat in den letzten Jahren erheblich in die Entwicklungen der Bereiche Energie- und Ressourcen-effizienz sowie Umwelttechnologie investiert. Der Fachverband ergänzt etwa im Bereich der Kältetechnik komponenten- und produktbezogenen Ökodesign-Verordnungen der EU durch dringend notwendige Systemansätze”, stellt Dr. Thomas Schräder, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands in seinem Geschäftsbericht fest. Auch in den nächsten Jahren werde die Branche von der Klimaschutzpolitik geprägt sein. Nachhaltigkeitsaspekte, die der VDMA mit seiner Initiative „Blue Competence” in den Fokus rückt, werden einen hohen Stellenwert behalten. „Dabei wird die Systemkompetenz der Hersteller gerade in der Gebäudetechnik ein wichtiger Schlüssel sein, um am Markt erfolgreich zu bleiben”, ergänzte Blaum. „Dazu bestehe aber ein hoher Qualifizierungsbedarf sowohl in der Industrie als auch im installierenden Handwerk”, mahnt Schräder.